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Dieses Bild erklärt auch recht anschaulich was ein "Stall" ist: Stell Dir vor die Tragfläche würde fast senkrecht gestellt (AoA), dann wird klar dass es für die Luft unmöglich wird weiterhin der Tragflächenoberseite zu folgen. Die Luftströmung reißt ab, zwischen dem abgerissenen Luftstrom und der Tragfläche bilden sich Verwirbelungen die keinerlei Lift erzeugen - es geht abwärts. Siehe das extra Kapitel über diesen "Stall".
Dieses Bild erklärt auch recht anschaulich was ein "<abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>" ist: Stell Dir vor die Tragfläche würde fast senkrecht gestellt (<abbr title="Angle of Attac == Anstellwinkel">AoA</abbr>), dann wird klar dass es für die Luft unmöglich wird weiterhin der Tragflächenoberseite zu folgen. Die Luftströmung reißt ab, zwischen dem abgerissenen Luftstrom und der Tragfläche bilden sich Verwirbelungen die keinerlei Lift erzeugen - es geht abwärts. Siehe das extra Kapitel über diesen "<abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>".


Siehe Dir auch die drei Stellungen des Aileron an: In der blauen Stellung wird der Umweg für die obere Luftströmung noch länger, der Lift also größer und deshalb steigt die Tragfläche -- und sinkt wenn in der grünen Stellung. Und somit dreht sich das Flugzeug um die Längsachse - da die "Ailerons" an beiden Tragflächen entgegengesetzt gesteuerte werde!
Siehe Dir auch die drei Stellungen des Aileron an: In der blauen Stellung wird der Umweg für die obere Luftströmung noch länger, der Lift also größer und deshalb steigt die Tragfläche -- und sinkt wenn in der grünen Stellung. Und somit dreht sich das Flugzeug um die Längsachse - da die "Ailerons" an beiden Tragflächen entgegengesetzt gesteuerte werde!
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Wie wir es bereits während unseres "Solos" gemacht haben starten wir mit der Benutzung der <span style="color: rgb(153, 0, 0)">'''''Ailerons'''''</span>, und leiten damit ein Abkippen um die <span style="color: rgb(153, 0, 0)">'''''Longitudinal axis'''''</span> ein (siehe das Bild). Wir erkennen sofort dass "Weight" und "Lift" zwar noch gleich groß sind, aber sich nicht mehr gegenseitig aufheben, da der "Lift" immer senkrecht zu den Tragflächen entsteht ist er jetzt also auch gekippt - und nur die senkrechte Komponente "L-1" wirkt noch dem "Weight" entgegen, während die "L-2"-Komponente uns in die Kurve zieht.
Wie wir es bereits während unseres "Solos" gemacht haben starten wir mit der Benutzung der <span style="color: rgb(153, 0, 0)">'''''Ailerons'''''</span>, und leiten damit ein Abkippen um die <span style="color: rgb(153, 0, 0)">'''''Longitudinal axis'''''</span> ein (siehe das Bild). Wir erkennen sofort dass "Weight" und "Lift" zwar noch gleich groß sind, aber sich nicht mehr gegenseitig aufheben, da der "Lift" immer senkrecht zu den Tragflächen entsteht ist er jetzt also auch gekippt - und nur die senkrechte Komponente "L-1" wirkt noch dem "Weight" entgegen, während die "L-2"-Komponente uns in die Kurve zieht.


Da "'''''L-1'''''" also kleiner ist als "Weight"  werden wir sinken  - wir müssen dem wie üblich entgegen wirken: Also mit dem <span style="color:rgb(153, 153, 0">"'''''Elevator = Lateral axis'''''"</span> die Nase heben um damit den "AoA" zu erhöhen - mit anderen Worten wir initialisieren zusätzlich ein <span style="color:rgb(153, 153, 0">'''''Steigen'''''</span>. (Dosiere dieses Steigen aber so, dass wir unsere Flughöhe nicht ändern"! Klingt doch wunderbar paradox: Steigen - aber dabei keine Höhe gewinnen!)
Da "'''''L-1'''''" also kleiner ist als "Weight"  werden wir sinken  - wir müssen dem wie üblich entgegen wirken: Also mit dem <span style="color:rgb(153, 153, 0">"'''''Elevator = Lateral axis'''''"</span> die Nase heben um damit den "<abbr title="Angle of Attac == Anstellwinkel">AoA</abbr>" zu erhöhen - mit anderen Worten wir initialisieren zusätzlich ein <span style="color:rgb(153, 153, 0">'''''Steigen'''''</span>. (Dosiere dieses Steigen aber so, dass wir unsere Flughöhe nicht ändern"! Klingt doch wunderbar paradox: Steigen - aber dabei keine Höhe gewinnen!)


Nun fangen wir an zu Kurven - und bekommen damit ein neues Problem! Du kennst das sicherlich aus Kindertagen oder aus dem Zirkus o.ä. - oder versuche es einmal mit ein paar Freunden: Stellt euch all nebeneinander und fasst euch bei den Händen startet euch im Kreis zu bewegen. Du wirst ganz schnell merken dass sich der am weitesten innen praktisch auf der Stelle dreht, der äußerste aber rennen muss! Vergleiche das Bild: Das rechte Tragflächen-Ende wäre dem "weitesten innen Läufer" gleichzustellen, und das linke Tragflächen-Ende dem "äußersten Läufer"! Merkst Du was das Problem ist? Die Tragflächen bewegen sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten durch die Luft und produzieren somit unterschiedlich viel Lift:
Nun fangen wir an zu Kurven - und bekommen damit ein neues Problem! Du kennst das sicherlich aus Kindertagen oder aus dem Zirkus o.ä. - oder versuche es einmal mit ein paar Freunden: Stellt euch all nebeneinander und fasst euch bei den Händen startet euch im Kreis zu bewegen. Du wirst ganz schnell merken dass sich der am weitesten innen praktisch auf der Stelle dreht, der äußerste aber rennen muss! Vergleiche das Bild: Das rechte Tragflächen-Ende wäre dem "weitesten innen Läufer" gleichzustellen, und das linke Tragflächen-Ende dem "äußersten Läufer"! Merkst Du was das Problem ist? Die Tragflächen bewegen sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten durch die Luft und produzieren somit unterschiedlich viel Lift:
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*Aber sei vorsichtig mit der Anwendung
*Aber sei vorsichtig mit der Anwendung
**wenn Du zu schnell zu viel Flaps aktivierst kann die Luftströmung die Flaps abreißen (ja - ist schon passiert!)
**wenn Du zu schnell zu viel Flaps aktivierst kann die Luftströmung die Flaps abreißen (ja - ist schon passiert!)
**wenn Du  plötzlich, während Du schon nahe der Stall-Geschwindigkeit bist plötzlich die Faps von 0 auf 100% ausfährst, wird der Bremseffekt Dich unter die Stall-Speed bringen - und im letzten Teil eines Anfluges hast Du nicht genügend Höhe um noch abzufangen! (Siehe das nachfolgende Kapitel über "Stalls")
**wenn Du  plötzlich, während Du schon nahe der <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>-Geschwindigkeit bist plötzlich die Flaps von 0 auf 100% ausfährst, wird der Bremseffekt Dich unter die <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>-Speed bringen - und im letzten Teil eines Anfluges hast Du nicht genügend Höhe um noch abzufangen! (Siehe das nachfolgende Kapitel über "<abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>s")


Achte also darauf die Flaps immer wohl dosiert einzusetzen. Sie werden bei Landungen immer, bei Starts von Fall zu Fall, eingesetzt, also immer dann wenn wir besonders langsam fliegen wollen (oder müssen) oder möglichst früh abheben wollen. Und dosiert einsetzen heißt: Wenn Du bei 100 kn die Flaps auf einen Schlag komplett ausfährst, wird Deine Maschine eine gewaltigen Satz nach oben machen (und Du fliegst mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe - wenn es denn kein Simulator wäre). Aber generell: Du kannst dabei sehr schnell in eine unkontrollierbare Fluglage geraten!
Achte also darauf die Flaps immer wohl dosiert einzusetzen. Sie werden bei Landungen immer, bei Starts von Fall zu Fall, eingesetzt, also immer dann wenn wir besonders langsam fliegen wollen (oder müssen) oder möglichst früh abheben wollen. Und dosiert einsetzen heißt: Wenn Du bei 100 kn die Flaps auf einen Schlag komplett ausfährst, wird Deine Maschine eine gewaltigen Satz nach oben machen (und Du fliegst mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe - wenn es denn kein Simulator wäre). Aber generell: Du kannst dabei sehr schnell in eine unkontrollierbare Fluglage geraten!
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*oder „'''''v'''''“ um in der Außenansicht die Stellung zu überprüfen - allerdings ist es in der Sicht schwierig die tatsächliche Stufe (10° - 20° - 30°) zu erkennen!
*oder „'''''v'''''“ um in der Außenansicht die Stellung zu überprüfen - allerdings ist es in der Sicht schwierig die tatsächliche Stufe (10° - 20° - 30°) zu erkennen!


===„Stall“ und „Spin“===
===„<abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>“ und „Spin“===
Am Anfang dieses Kapitels haben wir gelernt, dass wir während des Fliegens dem „Weight“ (bzw. der „Schwerkraft“) mittels des „Lift“ entgegen wirken müssen, und dass dieser „Lift“ hauptsächlich durch die Strömung der Luft über die Oberseite der Tragfläche erzeugt wird. Wir können (bewusst oder unbewusst) auf 2 Wegen diese Luftströmung von der Tragflächenoberseite abreißen lassen:
Am Anfang dieses Kapitels haben wir gelernt, dass wir während des Fliegens dem „Weight“ (bzw. der „Schwerkraft“) mittels des „Lift“ entgegen wirken müssen, und dass dieser „Lift“ hauptsächlich durch die Strömung der Luft über die Oberseite der Tragfläche erzeugt wird. Wir können (bewusst oder unbewusst) auf 2 Wegen diese Luftströmung von der Tragflächenoberseite abreißen lassen:
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Der High-Speed (schnelle) Stall: Du kannst Dir sicherlich vorstellen, dass die Luft nicht mehr der Oberfläche der Tragfläche folgen wird, wenn diese im Extremfall 90° zur Luftbewegung steht! Sie wird dann nicht der Oberfläche folgen können – sondern sich erst später wieder vereinigen können – somit entsteht zwischen der Tragfläche und dem Punkt der Wiedervereinigung ein Raum mit vielen Wirbeln aber ohne jegliche Tragkraft! Dies geschieht besonders gerne, wenn Du schnell fliegst und die Maschine ganz abrupt nach oben reißt. Dies funktioniert mit Jets relativ einfach – bei unsere gutmütigen c172p musst Du Dir hierfür schon extreme Mühe geben!
Der High-Speed (schnelle) <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>: Du kannst Dir sicherlich vorstellen, dass die Luft nicht mehr der Oberfläche der Tragfläche folgen wird, wenn diese im Extremfall 90° zur Luftbewegung steht! Sie wird dann nicht der Oberfläche folgen können – sondern sich erst später wieder vereinigen können – somit entsteht zwischen der Tragfläche und dem Punkt der Wiedervereinigung ein Raum mit vielen Wirbeln aber ohne jegliche Tragkraft! Dies geschieht besonders gerne, wenn Du schnell fliegst und die Maschine ganz abrupt nach oben reißt. Dies funktioniert mit Jets relativ einfach – bei unsere gutmütigen c172p musst Du Dir hierfür schon extreme Mühe geben!
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Der Low-Speed (langsame) Stall: Ebenso musst Du mit einem Stall rechnen, wenn Dein Flugzeug so langsam wird, dass die Luftströme über/unter den Tragflächen nicht mehr genug Lift erzeugen - irgendwann reicht der Lift dann nicht mehr –-> die Maschine sinkt senkrecht weg und damit entstehen (wie bei 1) die Luftverwirbelungen oberhalb der Tragfläche – und das war's dann!
Der Low-Speed (langsame) <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>: Ebenso musst Du mit einem <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr> rechnen, wenn Dein Flugzeug so langsam wird, dass die Luftströme über/unter den Tragflächen nicht mehr genug Lift erzeugen - irgendwann reicht der Lift dann nicht mehr –-> die Maschine sinkt senkrecht weg und damit entstehen (wie bei 1) die Luftverwirbelungen oberhalb der Tragfläche – und das war's dann!
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Schön wäre es, wenn sich die Luft nach dem Absacken und einer etwas erhöhten Geschwindigkeit sofort wieder an die Tragflächen anschmiegen würde – aber das wird von der Verwirbelung verhindert! Du musst nachhelfen indem Du die ganzen Luftverwirbelungen etc. mit überhöhter Geschwindigkeit erst „wegbläst“ um dann wieder ganz vorsichtig die normale Fluglage herzustellen! Also
Schön wäre es, wenn sich die Luft nach dem Absacken und einer etwas erhöhten Geschwindigkeit sofort wieder an die Tragflächen anschmiegen würde – aber das wird von der Verwirbelung verhindert! Du musst nachhelfen indem Du die ganzen Luftverwirbelungen etc. mit überhöhter Geschwindigkeit erst „wegbläst“ um dann wieder ganz vorsichtig die normale Fluglage herzustellen! Also
*erst mal mit dem Yoke (Steuerhorn) sofort in den Sturzflug steuern und gleichzeitig Vollgas geben um deutlich Fahrt aufzunehmen
*erst mal mit dem Yoke (Steuerhorn) sofort in den Sturzflug steuern und gleichzeitig Vollgas geben um deutlich Fahrt aufzunehmen
*nachdem dann bei deutlich höherer IAS die Luftverwirbelungen „weggeschoben“ worden sind
*nachdem dann bei deutlich höherer <abbr title="Indicated AirSpeed == angezeigte Geschwindigkeit gegenüber der Luft">IAS</abbr> die Luftverwirbelungen „weggeschoben“ worden sind
*ganz langsam die Nase hochziehen. Mache es langsam – denn wenn Du jetzt abrupt hochziehst reißt der Luftstrom sofort wieder ab (siehe 1) – und Du hast dann Deinen wohlverdienten nächsten Stall!
*ganz langsam die Nase hochziehen. Mache es langsam – denn wenn Du jetzt abrupt hochziehst reißt der Luftstrom sofort wieder ab (siehe 1) – und Du hast dann Deinen wohlverdienten nächsten <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>!


Ist Dir aufgefallen, dass wir noch nach unten steuern können? Das Höhenleitwerk also noch funktioniert? Tatsächlich gehört es zu den Künsten der Flugzeugbauer sicherzustellen, dass am Höhenleitwerk die Strömung erst bei deutlich schlechteren Bedingungen abreißt als bei den Tragflächen!
Ist Dir aufgefallen, dass wir noch nach unten steuern können? Das Höhenleitwerk also noch funktioniert? Tatsächlich gehört es zu den Künsten der Flugzeugbauer sicherzustellen, dass am Höhenleitwerk die Strömung erst bei deutlich schlechteren Bedingungen abreißt als bei den Tragflächen!


Du meinst jetzt bestimmt: „Du hast gut reden – dazu hab ich bei der Landung nicht genug Höhe und Zeit – ist doch Schwachsinn!“. Und Du hast recht: Jemand der es im „Short Final“ (Endanflug) zum Stall kommen lässt ist schwachsinnig oder betrunken oder müde oder ...oder.. Ähnlich wie wenn Du vom Hochhaus ohne Fallschirm springst – wie soll man da noch helfen? Aber im Flugzeug gibt es zumindest mehrere Warnungen:
Du meinst jetzt bestimmt: „Du hast gut reden – dazu hab ich bei der Landung nicht genug Höhe und Zeit – ist doch Schwachsinn!“. Und Du hast recht: Jemand der es im „Short Final“ (Endanflug) zum <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr> kommen lässt ist schwachsinnig oder betrunken oder müde oder ...oder.. Ähnlich wie wenn Du vom Hochhaus ohne Fallschirm springst – wie soll man da noch helfen? Aber im Flugzeug gibt es zumindest mehrere Warnungen:
*Die „Stall-Warning“ - das heißt: Kurz vor dem Abriss der Strömung warnt eine Sirene (manchmal auch eine nette Frauenstimme) – und dann heißt es sehr schnell, aber überlegt handeln – aber ganz bestimmt nicht abrupt! Geschwindigkeit aufnehmen – wie auch immer! Wenn es tatsächlich zum Abriss kommt, bedeutet dies auf jeden Fall einen deutlichen Höhenverlust! Natürlich hörst Du die Warnung nur, wenn Du nicht die Option "--disable-sound" (Lautsprecher ausschalten) benutzt. In der Wirklichkeit kann man diese Warnung nicht abschalten - im Simulator doch!
*Die „<abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>-Warning“ - das heißt: Kurz vor dem Abriss der Strömung warnt eine Sirene (manchmal auch eine nette Frauenstimme) – und dann heißt es sehr schnell, aber überlegt handeln – aber ganz bestimmt nicht abrupt! Geschwindigkeit aufnehmen – wie auch immer! Wenn es tatsächlich zum Abriss kommt, bedeutet dies auf jeden Fall einen deutlichen Höhenverlust! Natürlich hörst Du die Warnung nur, wenn Du nicht die Option "--disable-sound" (Lautsprecher ausschalten) benutzt. In der Wirklichkeit kann man diese Warnung nicht abschalten - im Simulator doch!
*Du merkst auch im Simulator deutlich, dass die Steuerung sehr "schwammig" wird (falls Du nicht zu denen gehörst die alles von George (Autopilot) erledigen lassen!)
*Du merkst auch im Simulator deutlich, dass die Steuerung sehr "schwammig" wird (falls Du nicht zu denen gehörst die alles von George (Autopilot) erledigen lassen!)
*Und Du solltest unbedingt die Stall-Speed Deines Modells kennen (d.h. austesten!)
*Und Du solltest unbedingt die <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>-Speed Deines Modells kennen (d.h. austesten!)


Eigentlich ist ein Stall absolut ungefährlich – wenn man hoch genug ist und weiß was man tut! Diesen Flugzustand zu üben gehört deshalb zum Basisprogramm einer jeden Piloten-Ausbildung! Lass es uns versuchen:
Eigentlich ist ein <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr> absolut ungefährlich – wenn man hoch genug ist und weiß was man tut! Diesen Flugzustand zu üben gehört deshalb zum Basisprogramm einer jeden Piloten-Ausbildung! Lass es uns versuchen:
*Bringe die Maschine auf eine gute Höhe, sagen wir ca. 2000 ft über Grund.
*Bringe die Maschine auf eine gute Höhe, sagen wir ca. 2000 ft über Grund.
*Trimme sie auf einen stabilen Geradeausflug
*Trimme sie auf einen stabilen Geradeausflug
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**Nase runter und Vollgas
**Nase runter und Vollgas
**und GANZ VORSICHTIG wieder hochziehen
**und GANZ VORSICHTIG wieder hochziehen
**die Stall-Geschwindigkeit unser Cessna ist zwischen 45-50 kn - und der normale Steigflug bei ~70 kn - somit würde ich bei etwas über 70 kn anfangen LANGSAM hochzuziehen!
**die <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>-Geschwindigkeit unser Cessna ist zwischen 45-50 kn - und der normale Steigflug bei ~70 kn - somit würde ich bei etwas über 70 kn anfangen LANGSAM hochzuziehen!


Übe dies ruhig ein paar Mal und versuche herauszufinden wie Du den Punkt erkennen kannst, an dem die Maschine "stallen" wird! Wenn Du das im Gefühl hast, kannst Du ein Menge unnötiger Abstürze vermeiden!
Übe dies ruhig ein paar Mal und versuche herauszufinden wie Du den Punkt erkennen kannst, an dem die Maschine "<abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>en" wird! Wenn Du das im Gefühl hast, kannst Du ein Menge unnötiger Abstürze vermeiden!


Übe dies dann auch mit Flaps in unterschiedlichen Stellungen!
Übe dies dann auch mit Flaps in unterschiedlichen Stellungen!


Und merke Dir die Geschwindigkeiten bei denen der Stall auftritt - bleibe bei einer Landung oberhalb dieser Geschwindigkeit - aber erinnere Dich: Zur perfekten Landung gehört der Stall: 1 cm über der Landebahn, nicht früher! Also schwebe dicht über dem Boden und reduziere die Geschwindigkeit bis zum Stall!
Und merke Dir die Geschwindigkeiten bei denen der <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr> auftritt - bleibe bei einer Landung oberhalb dieser Geschwindigkeit - aber erinnere Dich: Zur perfekten Landung gehört der <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>: 1 cm über der Landebahn, nicht früher! Also schwebe dicht über dem Boden und reduziere die Geschwindigkeit bis zum <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>!




'''''Der Spin''''' ist übrigens nichts anderes als „ein Stall über eine Tragfläche“. Erinnere Dich: Wir hatten weiter oben erklärt dass sich in der Kurve die außen-liegende Tragfläche schneller bewegt als die innen liegende – das heißt der Auftrieb an der inneren ist bereits reduziert und wird bei Stall-Gefahr als erstes keinen Auftrieb mehr erzeugen! Wenn Du also z.B. im Endanflug schon „Stall-gefährdet“ bist und dann noch ganz schnell die Richtung korrigierst um die Landbahn zu erwischen, dann stehen die Chancen gut jetzt über die innere Tragfläche zu „Stallen“ und damit dann wunderbar zu „Spinnen“. Das Mittel dagegen ist ähnlich wie beim Stall (Nase runter und Vollgas) – aber hier musst Du zusätzlich '''''zuerst aus der Drehbewegung heraus''''': Also zuerst ganz kräftig in die Pedale des Seitenruders treten und hoffen dass dort die Strömung noch nicht abgerissen ist und somit die Drehbewegung aufhört! Aber aufpassen, dass Du dann nicht direkt in einen „Gegen-Spin“ gerätst! Das Zauberwort heißt: "Kräftig - aber wohl dosiert"! Was das bedeutet?  ÜBEN !
'''''Der Spin''''' ist übrigens nichts anderes als „ein <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr> über eine Tragfläche“. Erinnere Dich: Wir hatten weiter oben erklärt dass sich in der Kurve die außen-liegende Tragfläche schneller bewegt als die innen liegende – das heißt der Auftrieb an der inneren ist bereits reduziert und wird bei <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>-Gefahr als erstes keinen Auftrieb mehr erzeugen! Wenn Du also z.B. im Endanflug schon „<abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>-gefährdet“ bist und dann noch ganz schnell die Richtung korrigierst um die Landbahn zu erwischen, dann stehen die Chancen gut jetzt über die innere Tragfläche zu „<abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>en“ und damit dann wunderbar zu „Spinnen“. Das Mittel dagegen ist ähnlich wie beim <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr> (Nase runter und Vollgas) – aber hier musst Du zusätzlich '''''zuerst aus der Drehbewegung heraus''''': Also zuerst ganz kräftig in die Pedale des Seitenruders treten und hoffen dass dort die Strömung noch nicht abgerissen ist und somit die Drehbewegung aufhört! Aber aufpassen, dass Du dann nicht direkt in einen „Gegen-Spin“ gerätst! Das Zauberwort heißt: "Kräftig - aber wohl dosiert"! Was das bedeutet?  ÜBEN !


Du kannst auch dies wunderbar üben, wenn Du wie oben einen Stall einleitest, und kurz bevor die Nase absackt eine starke Kurve einleitest. Viel Spaß beim Karussell fahren!
Du kannst auch dies wunderbar üben, wenn Du wie oben einen <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr> einleitest, und kurz bevor die Nase absackt eine starke Kurve einleitest. Viel Spaß beim Karussell fahren!


Mach es Dir zur Gewohnheit, gerade diese Stall-Übungen mit jedem Modell in großer Höhe durchzuspielen BEVOR Du damit die erste Landung versuchst! Auf diese Weise erfährst Du dann auch auf einfachste Art und Weise wie hoch Deine Minimum-Geschwindigkeit sein muss: Im Anflug, im Endanflug, und beim Aufsetzen! Natürlich steht das auch in den Büchern – die man unbedingt vor dem Start auswendig lernen muss – aber manchmal sind die eben gerade nicht greifbar! Trotzdem:
Mach es Dir zur Gewohnheit, gerade diese <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>-Übungen mit jedem Modell in großer Höhe durchzuspielen BEVOR Du damit die erste Landung versuchst! Auf diese Weise erfährst Du dann auch auf einfachste Art und Weise wie hoch Deine Minimum-Geschwindigkeit sein muss: Im Anflug, im Endanflug, und beim Aufsetzen! Natürlich steht das auch in den Büchern – die man unbedingt vor dem Start auswendig lernen muss – aber manchmal sind die eben gerade nicht greifbar! Trotzdem:


::'''''<big>Du musst unbedingt die Stall-IAS aller Modelle kennen, die Du fliegst -- bevor Du landest!!</big>'''''
::'''''<big>Du musst unbedingt die <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>-<abbr title="Indicated AirSpeed == angezeigte Geschwindigkeit gegenüber der Luft">IAS</abbr> aller Modelle kennen, die Du fliegst -- bevor Du landest!!</big>'''''


::'''''Und sei Dir bewusst: Um so schneller ein Flugzeug fliegen kann - um so schlechter sind seine Stall-Eigenschaften!'''''
::'''''Und sei Dir bewusst: Um so schneller ein Flugzeug fliegen kann - um so schlechter sind seine <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>-Eigenschaften!'''''


Wenn Du noch mehr über "Stalls & Co" wissen willst empfehle ich: http://de.wikipedia.org/wiki/Str%C3%B6mungsabriss
Wenn Du noch mehr über "<abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>s & Co" wissen willst empfehle ich: http://de.wikipedia.org/wiki/Str%C3%B6mungsabriss


==Standard Prozeduren==
==Standard Prozeduren==
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Mit dem Mixture können wir also Sprit sparen und dabei sogar die Leistung steigern, somit also für weniger Geld weiter fliegen und dabei sogar die Umwelt schonen. Allerdings solltest Du die Stellung des Mixture ständig kontrollieren:
Mit dem Mixture können wir also Sprit sparen und dabei sogar die Leistung steigern, somit also für weniger Geld weiter fliegen und dabei sogar die Umwelt schonen. Allerdings solltest Du die Stellung des Mixture ständig kontrollieren:


*Wenn Du in großer Höhe vergessen hast den Mixture zu ziehen – wird die Leistung irgendwann so weit zurückgehen, dass Du wieder den geliebten Stall üben musst – allerdings diesmal in großer Höhe – also nicht ganz so gefährlich!  
*Wenn Du in großer Höhe vergessen hast den Mixture zu ziehen – wird die Leistung irgendwann so weit zurückgehen, dass Du wieder den geliebten <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr> üben musst – allerdings diesmal in großer Höhe – also nicht ganz so gefährlich!  
**Dies ist ein beliebter Anfänger-Fehler:
**Dies ist ein beliebter Anfänger-Fehler:
***nach dem Start dem Autopiloten das Steigen überlassen
***nach dem Start dem Autopiloten das Steigen überlassen
***der aber kümmert sich nicht um das "Mixture" -- also ist der "Stall" vorprogrammiert (falls Du nicht von Zeit zu Zeit den Mixture manuell regulierst!)
***der aber kümmert sich nicht um das "Mixture" -- also ist der "<abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>" vorprogrammiert (falls Du nicht von Zeit zu Zeit den Mixture manuell regulierst!)


*Umgekehrt, wenn Du beim Fliegen (in nennenswerte Höhe) alles richtig gemacht hast, aber dann beim Sinken vergessen hast den Mixtur wieder einzuschieben, dann bekommst Du irgendwann ein Gemisch mit viel Luft und .. NIX. Nur Luft verbrennt aber auch nicht sehr gut!! Also egal was Du vorher gemacht hast, gewöhne Dich daran: Vor jeder Landung den Mixture voll hineinschieben!!
*Umgekehrt, wenn Du beim Fliegen (in nennenswerte Höhe) alles richtig gemacht hast, aber dann beim Sinken vergessen hast den Mixtur wieder einzuschieben, dann bekommst Du irgendwann ein Gemisch mit viel Luft und .. NIX. Nur Luft verbrennt aber auch nicht sehr gut!! Also egal was Du vorher gemacht hast, gewöhne Dich daran: Vor jeder Landung den Mixture voll hineinschieben!!
Line 328: Line 328:
***Halte den Throttel auf Maximum (voll eingedrückt)
***Halte den Throttel auf Maximum (voll eingedrückt)
**'''''Halte die Richtung''''' der Startbahn bei
**'''''Halte die Richtung''''' der Startbahn bei
***auf "kontrollierten" Flughäfen warte bis ATC Dir eine andere Richtung zuweist
***auf "kontrollierten" Flughäfen warte bis <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> Dir eine andere Richtung zuweist
***auf "nicht kontrollierten" Flugplätzen
***auf "nicht kontrollierten" Flugplätzen
****mindestens bis auf eine Höhe von 500 ft
****mindestens bis auf eine Höhe von 500 ft
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</li><li>'''''Mittels Radio-Navigation:'''''
</li><li>'''''Mittels Radio-Navigation:'''''


Im Kapitel "IFR Cross Country" werden wir lernen, wie man mit Radios navigiert. Aber ähnlich wie mit dem Autopiloten: Du solltest erst OHNE RADIO navigieren können, bevor Du der Technik eine teilweise Kontrolle erlaubst! Denn erinnere Dich:
Im Kapitel "<abbr title="Instrumenten-Flug-Regeln">IFR</abbr>IFR Cross Country" werden wir lernen, wie man mit Radios navigiert. Aber ähnlich wie mit dem Autopiloten: Du solltest erst OHNE RADIO navigieren können, bevor Du der Technik eine teilweise Kontrolle erlaubst! Denn erinnere Dich:
:'''''Verantwortlich ist immer der menschliche Pilot -- niemals der AP!'''''
:'''''Verantwortlich ist immer der menschliche Pilot -- niemals der AP!'''''
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*Sei Dir immer bewusst, dass die Trimm-Einstellungen aktive bleiben bis Du sie bewusst zurückdrehst! Die Trimmung wird zwar vom Höhenruder überschrieben, aber nicht zurückgestellt! Wahrscheinlich wird Dir das erst so richtig bewusst werden, wenn Du eine Landung gemacht hast für die Du (oder der Autopilot!) den Gleitflug per Trimm eingestellt hast! Wenn Du dann wieder startest passieren evtl. schreckliche Sachen: Zumeist hebt das Flugzeug dann ab, obwohl Du das noch gar nicht willst – und/oder der Steigflug ist viel zu steil - und bevor Du merkst was los ist bist Du längst abgestürzt! Überzeuge Dich also vor jedem Start davon, dass die Trimmung auf „Take Off“ steht – siehe die Markierung in der Mitte neben dem Rad!
*Sei Dir immer bewusst, dass die Trimm-Einstellungen aktive bleiben bis Du sie bewusst zurückdrehst! Die Trimmung wird zwar vom Höhenruder überschrieben, aber nicht zurückgestellt! Wahrscheinlich wird Dir das erst so richtig bewusst werden, wenn Du eine Landung gemacht hast für die Du (oder der Autopilot!) den Gleitflug per Trimm eingestellt hast! Wenn Du dann wieder startest passieren evtl. schreckliche Sachen: Zumeist hebt das Flugzeug dann ab, obwohl Du das noch gar nicht willst – und/oder der Steigflug ist viel zu steil - und bevor Du merkst was los ist bist Du längst abgestürzt! Überzeuge Dich also vor jedem Start davon, dass die Trimmung auf „Take Off“ steht – siehe die Markierung in der Mitte neben dem Rad!


*Ohne entsprechende Trimmung wird auch der schönste Langstreckenflug zur Schwerstarbeit, da Du ständig das Höhenruder halten oder korrigieren musst! Ein paar kleine Änderungen am Trimm können Dir dann einige Freizeit verschaffen! Übrigens arbeitet der Autopilot beim Höhe halten ausschließlich mit dem Trimm und niemals mit dem Höhenruder. Wenn Du Dir einen Gefallen tun willst trimme das Flugzeug grob und übergebe es erst dann dem Autopiloten – wenn Du ein völlig falsch getrimmtes Flugzeug an den Autopiloten übergibst kann es passieren, dass Du längst am Boden zerschellt bist bevor der Autopilot die richtige Trimmung gefunden hat! Auf jeden Fall werden Dir einige Passagiere sehr dankbar dafür sein, wenn Du solche Scherze unterlässt (und der arme ATC und die Rettungsmannschaften auch!).
*Ohne entsprechende Trimmung wird auch der schönste Langstreckenflug zur Schwerstarbeit, da Du ständig das Höhenruder halten oder korrigieren musst! Ein paar kleine Änderungen am Trimm können Dir dann einige Freizeit verschaffen! Übrigens arbeitet der Autopilot beim Höhe halten ausschließlich mit dem Trimm und niemals mit dem Höhenruder. Wenn Du Dir einen Gefallen tun willst trimme das Flugzeug grob und übergebe es erst dann dem Autopiloten – wenn Du ein völlig falsch getrimmtes Flugzeug an den Autopiloten übergibst kann es passieren, dass Du längst am Boden zerschellt bist bevor der Autopilot die richtige Trimmung gefunden hat! Auf jeden Fall werden Dir einige Passagiere sehr dankbar dafür sein, wenn Du solche Scherze unterlässt (und der arme <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> und die Rettungsmannschaften auch!).
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Kurven FliegenDie beiden wichtigsten Instrumente sind nun der „'''''Gyro-Horizon'''''“ („künstlicher Horizont“, das braun/blaue Instrument) und der „'''''Attitude Indicator'''''“ („Fluglage-Anzeige“, schräg links darunter, mit der Wasserwaage).
Kurven FliegenDie beiden wichtigsten Instrumente sind nun der „'''''Gyro-Horizon'''''“ („künstlicher Horizont“, das braun/blaue Instrument) und der „'''''Attitude Indicator'''''“ („Fluglage-Anzeige“, schräg links darunter, mit der Wasserwaage).


Der vielseitige „Gyro-Horizon“ zeigt uns schematisiert und messbar das gleiche wie die Sicht nach außen. Damit ist er meist das wichtigste Instrument – ganz besonders bei IFR-Bedingungen (oder wenn Du Dich aus Versehen in die Wolken verirrst!):
Der vielseitige „Gyro-Horizon“ zeigt uns schematisiert und messbar das gleiche wie die Sicht nach außen. Damit ist er meist das wichtigste Instrument – ganz besonders bei <abbr title="Instrumenten-Flug-Regeln">IFR</abbr>-Bedingungen (oder wenn Du Dich aus Versehen in die Wolken verirrst!):


*Die Linie zwischen braun/blau repräsentiert den Horizont – vergleiche dazu den echten Horizont. Genau in der Mitte des künstlichen Horizonts siehst Du einen kleinen Punkt – dieser repräsentiert die Nase des Flugzeuges, die insbesondere auch nun in der Kurve genau auf dem Horizont bleiben soll(te)! Links und rechts davon siehst Du zwei waagerechte Striche – diese stellen die Tragflächen dar. Wenn im Geradeausflug der künstliche Horizont nicht mit dem Punkt und den angedeuteten Tragflächen auf einer Höhe ist, justiere dies mit der kleinen Stellschraube in der Mitte. (Erinnere Dich: Der rechte Knopf ist dazu da, die Kreisel in dem Gerät zu schützen, wenn es mal ganz böse Turbulenzen gibt!)
*Die Linie zwischen braun/blau repräsentiert den Horizont – vergleiche dazu den echten Horizont. Genau in der Mitte des künstlichen Horizonts siehst Du einen kleinen Punkt – dieser repräsentiert die Nase des Flugzeuges, die insbesondere auch nun in der Kurve genau auf dem Horizont bleiben soll(te)! Links und rechts davon siehst Du zwei waagerechte Striche – diese stellen die Tragflächen dar. Wenn im Geradeausflug der künstliche Horizont nicht mit dem Punkt und den angedeuteten Tragflächen auf einer Höhe ist, justiere dies mit der kleinen Stellschraube in der Mitte. (Erinnere Dich: Der rechte Knopf ist dazu da, die Kreisel in dem Gerät zu schützen, wenn es mal ganz böse Turbulenzen gibt!)
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===Procedure-Turns = Warteschleifen===
===Procedure-Turns = Warteschleifen===
Wenn das Kurven in etwa klappt, kannst Du etwas richtig Sinnvolles üben: In Deinem Fliegerleben wird es des öfteren vorkommen, dass ein ATC Dich anweist eine Warteschleife zu fliegen – und genau das hat eine Menge mit „Kurven Fliegen“ zu tun.
Wenn das Kurven in etwa klappt, kannst Du etwas richtig Sinnvolles üben: In Deinem Fliegerleben wird es des öfteren vorkommen, dass ein <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> Dich anweist eine Warteschleife zu fliegen – und genau das hat eine Menge mit „Kurven Fliegen“ zu tun.


Eine Standard-Warteschleife sieht so aus:
Eine Standard-Warteschleife sieht so aus:
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===> Dies ist wirklich eine sehr gute, und sogar nützliche Übung!! Siehe zu, dass Du die Höhe hältst, denn in einer Warteschleife sind oft mehrere Flugzeuge mit nur 1000 ft Höhendifferenz!!
===> Dies ist wirklich eine sehr gute, und sogar nützliche Übung!! Siehe zu, dass Du die Höhe hältst, denn in einer Warteschleife sind oft mehrere Flugzeuge mit nur 1000 ft Höhendifferenz!!


Später, wenn Du auch die Radios zum Navigieren benutzt, wirst Du als "FIX"-Punkt einen VOR, NDB, oder ähnliches verwenden - und somit auch bei widrigen Verhältnissen immer wieder genau zum FIX-Punkt zurückkehren. Zudem findest Du dann auch definierte "Prozedure-Turns" auf den Flugkarten. Siehe z.B. in einer Anflugkarte zu EDDF:
Später, wenn Du auch die Radios zum Navigieren benutzt, wirst Du als "FIX"-Punkt einen <abbr title="VHF Omnidirectional Radio Range == Drehfunkfeuer">VOR</abbr>, <abbr title="VHF Omnidirectional Radio Range == Drehfunkfeuer">VOR</abbr>, oder ähnliches verwenden - und somit auch bei widrigen Verhältnissen immer wieder genau zum FIX-Punkt zurückkehren. Zudem findest Du dann auch definierte "Prozedure-Turns" auf den Flugkarten. Siehe z.B. in einer Anflugkarte zu EDDF:
{|
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||[[File:HB-Procedure_Turn-2.png|392px|thumb|left]]
||[[File:HB-Procedure_Turn-2.png|392px|thumb|left]]
Siehe z.B. in einer '''''Anflugkarte zu EDDF:'''''
Siehe z.B. in einer '''''Anflugkarte zu EDDF:'''''
Du siehst hier drei "Warteschleifen" über den VOR's  "FFM", "RID", und "CHA" und eine über dem NDB PSA.
Du siehst hier drei "Warteschleifen" über den <abbr title="VHF Omnidirectional Radio Range == Drehfunkfeuer">VOR</abbr>'s  "FFM", "RID", und "CHA" und eine über dem <abbr title="VHF Omnidirectional Radio Range == Drehfunkfeuer">VOR</abbr> PSA.


Lass uns die Schleife über "'''''CHA'''''" etwas genauer ansehen: Sie wird im Normalfall mit Kurs 285° angeflogen (Gegenkurs also 105°), dabei ist die minimale Höhe 4000 ft. Normalerweise weist aber ATC dem Piloten eine Anflughöhe zu, die der Pilot einhalten muss bis ATC ihm Sinkanweisungen gibt. Das heißt im Normalfall sind mehrere Flugzeuge in einer Warteschleife, vertikal jeweils um 1000 ft getrennt. ATC weist dem zuletzt gekommenen eine Höhe 1000 ft über derzeit höchsten zu, ruft dann als erstes den untersten ab - und weist dann die anderen nacheinander an jeweils um 1000 ft zu sinken!
Lass uns die Schleife über "'''''CHA'''''" etwas genauer ansehen: Sie wird im Normalfall mit Kurs 285° angeflogen (Gegenkurs also 105°), dabei ist die minimale Höhe 4000 ft. Normalerweise weist aber <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> dem Piloten eine Anflughöhe zu, die der Pilot einhalten muss bis <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> ihm Sinkanweisungen gibt. Das heißt im Normalfall sind mehrere Flugzeuge in einer Warteschleife, vertikal jeweils um 1000 ft getrennt. <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> weist dem zuletzt gekommenen eine Höhe 1000 ft über derzeit höchsten zu, ruft dann als erstes den untersten ab - und weist dann die anderen nacheinander an jeweils um 1000 ft zu sinken!


Übrigens sind die "echten" Zeiten für den Geradeausflug 2 Min. - wir hatten dies im letzten Kapitel für die Übungen auf 1 Min verkürzt.
Übrigens sind die "echten" Zeiten für den Geradeausflug 2 Min. - wir hatten dies im letzten Kapitel für die Übungen auf 1 Min verkürzt.
Line 461: Line 461:
Für den Anflug selbst gibt es 3 grundsätzliche Verfahren:
Für den Anflug selbst gibt es 3 grundsätzliche Verfahren:


*„'''''Pattern'''''“ (Platzrunde): Dies ist das sicherste und einfachste Verfahren. Insbesondere kann man auf diese Weise fremde Plätze erst einmal aus der Luft kennenlernen - und man hat eindeutige Wegpunkte für die Einteilung des Anfluges. Man fliegt den Platz auf Höhe des Pattern (1000 ft AGL) an und schert in einem Winkel von 45° in den Downwind ein. Siehe die Beschreibungen:
*„'''''Pattern'''''“ (Platzrunde): Dies ist das sicherste und einfachste Verfahren. Insbesondere kann man auf diese Weise fremde Plätze erst einmal aus der Luft kennenlernen - und man hat eindeutige Wegpunkte für die Einteilung des Anfluges. Man fliegt den Platz auf Höhe des Pattern (1000 ft <abbr title="Alitude above Ground-Level == Höhe über Grund">AGL</abbr>) an und schert in einem Winkel von 45° in den Downwind ein. Siehe die Beschreibungen:
**im folgenden Kapitel: Der Traffic Pattern
**im folgenden Kapitel: Der Traffic Pattern
**beim ersten Solo: Erste Landung
**beim ersten Solo: Erste Landung
Line 470: Line 470:
*„'''''ILS'''''“: Hierbei benutzt Du die Funknavigation und fliegst die Landebahn auf einem Leitstrahl an. Dies ist also ähnlich dem vorstehenden „Straight In“ - aber per RNAV durchgeführt.
*„'''''ILS'''''“: Hierbei benutzt Du die Funknavigation und fliegst die Landebahn auf einem Leitstrahl an. Dies ist also ähnlich dem vorstehenden „Straight In“ - aber per RNAV durchgeführt.
**Siehe das Kapitel: ILS im Kapitel RNAV (Radio-Navigation)
**Siehe das Kapitel: ILS im Kapitel RNAV (Radio-Navigation)
**Siehe das Kapitel: ILS Landung während des „IFR Cross Country“
**Siehe das Kapitel: ILS Landung während des „<abbr title="Instrumenten-Flug-Regeln">IFR</abbr> Cross Country“




Line 480: Line 480:
*'''''1 = Upwind''''' (Gegenwind): Nach dem Start steige geradeaus. Auf etwa 500 ft über Platzhöhe drehe 90° nach links (oder verlasse die Platzrunde!)
*'''''1 = Upwind''''' (Gegenwind): Nach dem Start steige geradeaus. Auf etwa 500 ft über Platzhöhe drehe 90° nach links (oder verlasse die Platzrunde!)


*'''''2 = Crosswind''''' (Querabflug): Steige weiter auf die Höhe der Platzrunde (zwischen 800 und 1000 ft AGL). Nach ca. 45-60 Sec. mache die nächste 90° Kurve. (Denke an Deine Stoppuhr unter "menü→ debug" (v1.9) oder "menü→Equipment" (v2) ).
*'''''2 = Crosswind''''' (Querabflug): Steige weiter auf die Höhe der Platzrunde (zwischen 800 und 1000 ft <abbr title="Alitude above Ground-Level == Höhe über Grund">AGL</abbr>). Nach ca. 45-60 Sec. mache die nächste 90° Kurve. (Denke an Deine Stoppuhr unter "menü→ debug" (v1.9) oder "menü→Equipment" (v2) ).


*'''''3 = Downwind''''' (Gegenanflug): Halte die Höhe (800-1000 ft AGL). Und Achtung: Hier werden alle Flugzeuge den „Pattern“ betreten, die von außerhalb anfliegen, evtl. auf unterschiedlicher Höhe und mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten! Also halte Ausschau!
*'''''3 = Downwind''''' (Gegenanflug): Halte die Höhe (800-1000 ft <abbr title="Alitude above Ground-Level == Höhe über Grund">AGL</abbr>). Und Achtung: Hier werden alle Flugzeuge den „Pattern“ betreten, die von außerhalb anfliegen, evtl. auf unterschiedlicher Höhe und mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten! Also halte Ausschau!
**Es ist schwierig den Zeitpunkt der nächsten 90°-Kurve zur Base zu bestimmen – die gebräuchlichste Definition ist: 45° vom Aufsetzpunkt. Während Du also Höhe und Richtung hältst schaue über Deine Schulter nach links hinten zur Landebahn, wenn Du dabei den Kopf um 45° drehen musst bist Du richtig!
**Es ist schwierig den Zeitpunkt der nächsten 90°-Kurve zur Base zu bestimmen – die gebräuchlichste Definition ist: 45° vom Aufsetzpunkt. Während Du also Höhe und Richtung hältst schaue über Deine Schulter nach links hinten zur Landebahn, wenn Du dabei den Kopf um 45° drehen musst bist Du richtig!
**Zum Ende des Downwind solltest Du für die Cessna etwa folgende Konfiguration haben:
**Zum Ende des Downwind solltest Du für die Cessna etwa folgende Konfiguration haben:
Line 508: Line 508:


*Fliege etwas oberhalb der Höhe der Platzrunde an:
*Fliege etwas oberhalb der Höhe der Platzrunde an:
**ca. 1500 ft über der Landebahn, RPM bei 2500 und IAS etwa 115 kn.
**ca. 1500 ft über der Landebahn, RPM bei 2500 und <abbr title="Indicated AirSpeed == angezeigte Geschwindigkeit gegenüber der Luft">IAS</abbr> etwa 115 kn.


*Etwa 5 Meilen vor der Landebahn reduziere die RPM (mittels Throttle) auf 1500 RPM und halte die Höhe.
*Etwa 5 Meilen vor der Landebahn reduziere die RPM (mittels Throttle) auf 1500 RPM und halte die Höhe.
Line 532: Line 532:
'''''Vor dem Final:'''''
'''''Vor dem Final:'''''


*Schalte den '''''Autopiloten''''' aus (Maus-Klick auf „AP“) und warte auf das Ende der warnenden Blinkanzeige (Falls Du nicht mit IFR-ILS landest).
*Schalte den '''''Autopiloten''''' aus (Maus-Klick auf „AP“) und warte auf das Ende der warnenden Blinkanzeige (Falls Du nicht mit <abbr title="Instrumenten-Flug-Regeln">IFR</abbr>-ILS landest).
*Setze die '''''Mixtur''''' auf „voll fett“ (den roten Knopf rechts neben dem Throttle komplett eindrücken! ("'''''m'''''")). Mache dies zu einem Standard-Reflex bei allen Landungen, damit Du es nie vergisst! Denn ein Aussetzen des Motors mitten im Final ist ein absoluter Schocker!
*Setze die '''''Mixtur''''' auf „voll fett“ (den roten Knopf rechts neben dem Throttle komplett eindrücken! ("'''''m'''''")). Mache dies zu einem Standard-Reflex bei allen Landungen, damit Du es nie vergisst! Denn ein Aussetzen des Motors mitten im Final ist ein absoluter Schocker!
*Aktiviere die '''''Carb-Heat''''': Wenn Du in sehr feuchter Luft die Höhe reduzierst, kann sich im Vergaser Eis bilden – unabhängig von der Außentemperatur! Also heize den Vergaser etwas auf indem Du den Knopf links vom Throttle herausziehst!
*Aktiviere die '''''Carb-Heat''''': Wenn Du in sehr feuchter Luft die Höhe reduzierst, kann sich im Vergaser Eis bilden – unabhängig von der Außentemperatur! Also heize den Vergaser etwas auf indem Du den Knopf links vom Throttle herausziehst!
Line 550: Line 550:
Um so eher Du diese Ausrichtung gemacht hast um so besser! Denn Kurven kurz vor dem Aufsetzen kann einem den schönsten Anflug versauen!
Um so eher Du diese Ausrichtung gemacht hast um so besser! Denn Kurven kurz vor dem Aufsetzen kann einem den schönsten Anflug versauen!
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*Bei etwa 500 ft Höhe über der Landebahn fahre die Flaps komplett aus („''''']'''''“) – die Geschwindigkeit sinkt nun auf ca. 60 kn. Halte diese Geschwindigkeit unbedingt - es wird nun kritisch: Denke daran das Böen Deine Geschwindigkeit (gemessen zur Luft) jetzt dramatisch beeinflussen können, du bist nur noch 15 kn über Stall!!
*Bei etwa 500 ft Höhe über der Landebahn fahre die Flaps komplett aus („''''']'''''“) – die Geschwindigkeit sinkt nun auf ca. 60 kn. Halte diese Geschwindigkeit unbedingt - es wird nun kritisch: Denke daran das Böen Deine Geschwindigkeit (gemessen zur Luft) jetzt dramatisch beeinflussen können, du bist nur noch 15 kn über <abbr title="Stömungsabriss">Stall</abbr>!!


*In etwa 3 ft (1 m) Höhe, kurz vor der Landebahn, fange die Maschine ab („round-out“) und fliege waagerecht weiter.
*In etwa 3 ft (1 m) Höhe, kurz vor der Landebahn, fange die Maschine ab („round-out“) und fliege waagerecht weiter.
Line 593: Line 593:


*Es gibt allerdings auch viele Gründe für einen „Go Arround“, für die Du nicht verantwortlich zeichnest! z.B.:
*Es gibt allerdings auch viele Gründe für einen „Go Arround“, für die Du nicht verantwortlich zeichnest! z.B.:
**eine Anweisung durch ATC (Tower) → das bedeutet: Sofort GO-Arround - ohne Diskussion!
**eine Anweisung durch <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> (Tower) → das bedeutet: Sofort GO-Arround - ohne Diskussion!
**eine starke Windbö kurz vor dem Aufsetzen
**eine starke Windbö kurz vor dem Aufsetzen
**Vögel, Autos, Menschen etc. auf der Landebahn
**Vögel, Autos, Menschen etc. auf der Landebahn
Line 603: Line 603:
*Halte die Landebahn-Richtung bei, bis Du mindestens 500 ft über der Landebahn bist
*Halte die Landebahn-Richtung bei, bis Du mindestens 500 ft über der Landebahn bist
*Erst dann startest Du den neuen Anflug:
*Erst dann startest Du den neuen Anflug:
**Bei VFR ohne ATC machst Du eine Platzrunde (Du solltest vor dem Anflug nachgeschaut haben ob die Platzrunde rechts oder links ist!)
**Bei VFR ohne <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> machst Du eine Platzrunde (Du solltest vor dem Anflug nachgeschaut haben ob die Platzrunde rechts oder links ist!)
**Bei VFR mit ATC informierst Du ATC baldmöglichst und fragst nach Anweisungen
**Bei VFR mit <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> informierst Du <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> baldmöglichst und fragst nach Anweisungen
**Bei IFR solltest Du Dir vor dem Anflug die „Missed Approach“ Prozeduren bereit gelegt haben! (Siehe z.B. das Kapitel IAP im "IFR Cross Country")
**Bei <abbr title="Instrumenten-Flug-Regeln">IFR</abbr> solltest Du Dir vor dem Anflug die „Missed Approach“ Prozeduren bereit gelegt haben! (Siehe z.B. das Kapitel IAP im "<abbr title="Instrumenten-Flug-Regeln">IFR</abbr> Cross Country")




Line 615: Line 615:
{| cellpadding="10" cellspacing="2" border="1"
{| cellpadding="10" cellspacing="2" border="1"
||[[File:HB-MP-Menu.png‎ |197px|left]]
||[[File:HB-MP-Menu.png‎ |197px|left]]
Mit diesem kannst Du Dich von einem AI-ATC führen lassen. Hierfür benötigst Du keine Multiplayer-Anmeldung - denn alles spielt sich nur auf Deinem lokalen PC ab - allerdings wird der AI-ATC so tun als wären andere Flugzeuge in der Nähe! Aber Du kannst üben ohne durch andere, "menschliche" Mitspieler gestört (bzw. beobachtet) zu werden!
Mit diesem kannst Du Dich von einem <abbr title="Artificial Intelligence == KI = Künstliche Intelligenz">AI</abbr>-<abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> führen lassen. Hierfür benötigst Du keine Multiplayer-Anmeldung - denn alles spielt sich nur auf Deinem lokalen PC ab - allerdings wird der <abbr title="Artificial Intelligence == KI = Künstliche Intelligenz">AI</abbr>-<abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> so tun als wären andere Flugzeuge in der Nähe! Aber Du kannst üben ohne durch andere, "menschliche" Mitspieler gestört (bzw. beobachtet) zu werden!
|-
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||Starte eine Verbindung zu einem AI-ATC folgendermaßen:
||Starte eine Verbindung zu einem <abbr title="Artificial Intelligence == KI = Künstliche Intelligenz">AI</abbr>-<abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> folgendermaßen:
*Als erstes musst Du die jeweilige Tower-Frequenz einstellen (siehe z.B.
*Als erstes musst Du die jeweilige Tower-Frequenz einstellen (siehe z.B.
*Dann öffne das "Chat MenÜ"
*Dann öffne das "Chat MenÜ"
Line 627: Line 627:
Du solltest dieses Chat-Menü niemals über längere Zeit geöffnet lassen, denn so lange dieses geöffnet ist gehen evtl. viele Deiner Eingaben (von Dir unbemerkt) dort hin und könnten sehr verwirrende Aktionen starten!
Du solltest dieses Chat-Menü niemals über längere Zeit geöffnet lassen, denn so lange dieses geöffnet ist gehen evtl. viele Deiner Eingaben (von Dir unbemerkt) dort hin und könnten sehr verwirrende Aktionen starten!


Wenn das Menü geöffnet ist wird jede Zahl die Du eingibst als eine Auswahl in dem Menü interpretiert - und dementsprechend wird ein Untermenü geöffnet bzw. eine Meldung an den AI-ATC verschickt -- diese Meldung erscheint dann gleichzeitig auch auf Deiner Windschutzscheibe).
Wenn das Menü geöffnet ist wird jede Zahl die Du eingibst als eine Auswahl in dem Menü interpretiert - und dementsprechend wird ein Untermenü geöffnet bzw. eine Meldung an den <abbr title="Artificial Intelligence == KI = Künstliche Intelligenz">AI</abbr>-<abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> verschickt -- diese Meldung erscheint dann gleichzeitig auch auf Deiner Windschutzscheibe).
Nach derzeitigem Stand bewirken die Tasten folgendes:
Nach derzeitigem Stand bewirken die Tasten folgendes:
|-
|-
Line 634: Line 634:
'''''1 = Edit: '''''Öffnet ein Eingabefeld in dem Du eine Nachricht tippen kannst (praktisch das Gleiche wie die Eingabezeile unter menu → Network → chat)
'''''1 = Edit: '''''Öffnet ein Eingabefeld in dem Du eine Nachricht tippen kannst (praktisch das Gleiche wie die Eingabezeile unter menu → Network → chat)


'''''2 = Flughafen ...UNICOM: '''''Dies öffnet ein Untermenü für „UNICOM“-Meldungen. Dies sind Absprachen zwischen den Piloten selbst, wenn kein ATC bzw. Tower Dienst hat.
'''''2 = Flughafen ...UNICOM: '''''Dies öffnet ein Untermenü für „UNICOM“-Meldungen. Dies sind Absprachen zwischen den Piloten selbst, wenn kein <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> bzw. Tower Dienst hat.
+2 = [Departing...] öffnet ein weiteres Untermenü für Informationen beim Abfliegen, wähle eine:
+2 = [Departing...] öffnet ein weiteres Untermenü für Informationen beim Abfliegen, wähle eine:
z.B.: +8 = "... departing runway xyz...."
z.B.: +8 = "... departing runway xyz...."


'''''3 = ATC: '''''Öffnet ein Untermenü für Anfragen/Informationen an AI-ATC (wenn Du im Multiplayer Modus bist, sieht auch ein "menschlicher" ATC diese Meldung. Du kannst Dir damit also (mit etwas Übung) einiges an Tipparbeit sparen. Und Üben musst Du ja nicht dort, wo gerade ein menschlicher ATC schon 10 andere Flugzeuge kontrolliert - Du kannst auch ohne menschlichem ATC üben! z.B.:
'''''3 = <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr>: '''''Öffnet ein Untermenü für Anfragen/Informationen an <abbr title="Artificial Intelligence == KI = Künstliche Intelligenz">AI</abbr>-<abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> (wenn Du im Multiplayer Modus bist, sieht auch ein "menschlicher" <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> diese Meldung. Du kannst Dir damit also (mit etwas Übung) einiges an Tipparbeit sparen. Und Üben musst Du ja nicht dort, wo gerade ein menschlicher <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> schon 10 andere Flugzeuge kontrolliert - Du kannst auch ohne menschlichem <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr> üben! z.B.:
::'''-342''' = "..Tower, I am ready to taxi"
::'''-342''' = "..Tower, I am ready to taxi"
::(Tower Antwort: "taxi to ----")
::(Tower Antwort: "taxi to ----")
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||Das System ergänzt Deine Meldung automatisch, z.B.:
||Das System ergänzt Deine Meldung automatisch, z.B.:
:"<span style="color: green">'''jomo'''</span> <span style="color: red">'''ATC'''</span> request taxi to active"
:"<span style="color: green">'''jomo'''</span> <span style="color: red">'''<abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr>'''</span> request taxi to active"
::<span style="color: green">'''jomo'''</span> wird dabei vom System der Meldung vorangestellt
::<span style="color: green">'''jomo'''</span> wird dabei vom System der Meldung vorangestellt
::<span style="color: red">'''ATC'''</span> ist der Ansprechpartner den Du selbst eintippen musst! Bitte vergiss den niemals! Ansonsten wunderen sich vieleicht viele viele Leute im Umkreis non 100 mi wen Du wohl meinst!!
::<span style="color: red">'''<abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr>'''</span> ist der Ansprechpartner den Du selbst eintippen musst! Bitte vergiss den niemals! Ansonsten wunderen sich vieleicht viele viele Leute im Umkreis non 100 mi wen Du wohl meinst!!
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So lange der Wind direkt von vorne kommt erleichtert er uns den Start beträchtlich: Denn gegenüber dem Boden erreichen wir die Abhebegeschwindigkeit sehr viel früher. Ein Beispiel:
So lange der Wind direkt von vorne kommt erleichtert er uns den Start beträchtlich: Denn gegenüber dem Boden erreichen wir die Abhebegeschwindigkeit sehr viel früher. Ein Beispiel:
*Wir benötigen zum Abheben immer die gleiche IAS von mindestens '''55 kn'''.
*Wir benötigen zum Abheben immer die gleiche <abbr title="Indicated AirSpeed == angezeigte Geschwindigkeit gegenüber der Luft">IAS</abbr> von mindestens '''55 kn'''.
*Bei Windstille benötigen wir für die erforderliche Beschleunigung von 0 auf 55 kn eine bestimmte Wegstrecke
*Bei Windstille benötigen wir für die erforderliche Beschleunigung von 0 auf 55 kn eine bestimmte Wegstrecke
*Wenn wir aber einen Gegenwind von z.B. 10 kn haben müssen wir nur noch von 10 auf 55 kn ('''=45''') beschleunigen, also deutlich weniger – und somit benötigen wir auch nur eine kürzere Startbahn!
*Wenn wir aber einen Gegenwind von z.B. 10 kn haben müssen wir nur noch von 10 auf 55 kn ('''=45''') beschleunigen, also deutlich weniger – und somit benötigen wir auch nur eine kürzere Startbahn!
Line 761: Line 761:
Eine möglichst kurze Startstrecke ist natürlich äußerst vorteilhaft insbesondere wenn die Landebahn sowieso recht kurz ist und natürlich im Falle das beim Start etwas schief geht, und wir abbrechen müssen! Also ist es eine ganz rigide durchzusetzende Sicherheitsmaßnahme '''''IMMER bestmöglichst gegen den Wind zu starten'''''.
Eine möglichst kurze Startstrecke ist natürlich äußerst vorteilhaft insbesondere wenn die Landebahn sowieso recht kurz ist und natürlich im Falle das beim Start etwas schief geht, und wir abbrechen müssen! Also ist es eine ganz rigide durchzusetzende Sicherheitsmaßnahme '''''IMMER bestmöglichst gegen den Wind zu starten'''''.


Landebahnen haben fast immer 2 Richtungen von denen fast immer beide sowohl für Starts wie auch Landungen benutzt werden können. In den FlightGear-Daten findest Du deshalb leider immer nur eine Richtung definiert, die Zweite wird errechnet. Das kann zu Problemen führen: z.B. gibt es in EDDF eine Startbahn 18 - ohne das Zwillingspärchen 36! - und auf dieser 18 darf zudem nur gestartet werden (nicht gelandet!). Aber wenn Du halbwegs wirklichkeitsgetreu simulieren willst, schaust Du sowieso während der Flugvorbereitung zuerst in den formellen Unterlagen nach wo Du landen bzw. starten kannst bzw. darfst! Schon aus lauter Angst vor dem evtl. vorhandenen ATC!
Landebahnen haben fast immer 2 Richtungen von denen fast immer beide sowohl für Starts wie auch Landungen benutzt werden können. In den FlightGear-Daten findest Du deshalb leider immer nur eine Richtung definiert, die Zweite wird errechnet. Das kann zu Problemen führen: z.B. gibt es in EDDF eine Startbahn 18 - ohne das Zwillingspärchen 36! - und auf dieser 18 darf zudem nur gestartet werden (nicht gelandet!). Aber wenn Du halbwegs wirklichkeitsgetreu simulieren willst, schaust Du sowieso während der Flugvorbereitung zuerst in den formellen Unterlagen nach wo Du landen bzw. starten kannst bzw. darfst! Schon aus lauter Angst vor dem evtl. vorhandenen <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr>!


{| cellpadding="10" cellspacing="2" border="0"
{| cellpadding="10" cellspacing="2" border="0"
||[[File:HB-Windsack.png|300px|thumb|left]]
||[[File:HB-Windsack.png|300px|thumb|left]]
Bei der Flugvorbereitung erkundigst Du Dich natürlich auch immer (bei ATIS, ATC, Wetterdienst, etc.) wie der Wind ist bevor Du losrollst!
Bei der Flugvorbereitung erkundigst Du Dich natürlich auch immer (bei <abbr title="Automatic Terminal Information Service == Informationen für den Flugverkehr">ATIS</abbr>, <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr>, Wetterdienst, etc.) wie der Wind ist bevor Du losrollst!


Und vor dem Rollen auf die Startbahn solltest Du auf jeden Fall kurz zum Windsack schauen, der genau zu dem Zweck an beiden Seiten der Landebahn sein muss! Der Windsack zeigt Dir z.B. im linken Bild:
Und vor dem Rollen auf die Startbahn solltest Du auf jeden Fall kurz zum Windsack schauen, der genau zu dem Zweck an beiden Seiten der Landebahn sein muss! Der Windsack zeigt Dir z.B. im linken Bild:
Line 780: Line 780:
*Durch den Einsatz des Seitenruders wird sich das Flugzeug etwas schief legen (siehe bei Kurven fliegen) – dem musst Du mit den Ailerons (Querruder) entgegenwirken.
*Durch den Einsatz des Seitenruders wird sich das Flugzeug etwas schief legen (siehe bei Kurven fliegen) – dem musst Du mit den Ailerons (Querruder) entgegenwirken.
*Dieser Seitendruck wird mit steigender Geschwindigkeit nachlassen – wende also nur so viel Gegendruck an wie nötig ist, um die Richtung der Startbahn zu halten!
*Dieser Seitendruck wird mit steigender Geschwindigkeit nachlassen – wende also nur so viel Gegendruck an wie nötig ist, um die Richtung der Startbahn zu halten!


===Landen bei Seitenwind===
===Landen bei Seitenwind===
Boeing_E-3A_crosswind_landing
[[File:Boeing_e-3a_crosswind_landing.jpg|600px|thumb|center|Die Realität: Eine Boeing E-3A landet bei Seitenwind!]]
::http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Boeing_E-3A_crosswind_landing.jpg
::Die Realität: Eine Boeing E-3A landet bei Seitenwind!
Bei der Landung musst Du Gleiches beachten wie beim Starten - und ganz besonders auch das am Anfang dieses Wind-Kapitels gesagte: Halte nicht direkt auf die Landebahn zu, sondern richte die Nase zu einem Punkt seitlich davon und möglichst weiter weg und prüfen quasi nur nebenbei ob Du Dich tatsächlich auf die Landebahn zubewegst. Tue das anfangs ganz bewusst – mit der Zeit wird das eine Selbstverständlichkeit: Beim Anflug kommt es nicht darauf an, dass die Flugzeugnase auf die Landebahn gerichtet ist – die Landebahn in ihrer ganzen Länge muss immer genau mit Deiner Bewegungs-Richtung abgestimmt werden! Dann beachte im letzten Teil der Landung:
Bei der Landung musst Du Gleiches beachten wie beim Starten - und ganz besonders auch das am Anfang dieses Wind-Kapitels gesagte: Halte nicht direkt auf die Landebahn zu, sondern richte die Nase zu einem Punkt seitlich davon und möglichst weiter weg und prüfen quasi nur nebenbei ob Du Dich tatsächlich auf die Landebahn zubewegst. Tue das anfangs ganz bewusst – mit der Zeit wird das eine Selbstverständlichkeit: Beim Anflug kommt es nicht darauf an, dass die Flugzeugnase auf die Landebahn gerichtet ist – die Landebahn in ihrer ganzen Länge muss immer genau mit Deiner Bewegungs-Richtung abgestimmt werden! Dann beachte im letzten Teil der Landung:
*Halte diese Anflugs-Haltung bis ganz kurz vor dem tatsächlichen Aufsetzen bei
*Halte diese Anflugs-Haltung bis ganz kurz vor dem tatsächlichen Aufsetzen bei
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**Oder rechnerisch "360 +/- 90", das ist von '''''271° bis 089°'''''
**Oder rechnerisch "360 +/- 90", das ist von '''''271° bis 089°'''''


Ja stimmt: 090° und 270° (und nahe daran) sind ein Problem - wobei die Größe des Problems kaum einen Unterschied macht, ob man nun die eine oder andere Bahn nimmt. Im Zweifel entscheidet der, der zuerst am Flughafen ankommt (oder ein ATC).
Ja stimmt: 090° und 270° (und nahe daran) sind ein Problem - wobei die Größe des Problems kaum einen Unterschied macht, ob man nun die eine oder andere Bahn nimmt. Im Zweifel entscheidet der, der zuerst am Flughafen ankommt (oder ein <abbr title="Air Traffic Control == Luftverkehrs-Kontrolle">ATC</abbr>).
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Zugegeben: Das vorstehende Beispiel ist sehr vereinfacht - und klingt trotzdem kompliziert. Ich benutze deshalb lieber eine Art Schätzung!
Zugegeben: Das vorstehende Beispiel ist sehr vereinfacht - und klingt trotzdem kompliziert. Ich benutze deshalb lieber eine Art Schätzung!
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