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Einstieg

Systemvorraussetzungen

FlightGear benötigt mindestens OpenGL 2.0. Um flüssig zu laufen, muss dies von Ihrer Graphikkarte und dem zugehörigen Treiber unterstützt werden. Bei parktisch allen halbwegs modernen Systemen ist das jedoch der Fall. Falls Sie trotzdem auf Probleme stoßen, werfen Sie bitte einen Blick in die empfohlene Hardware.


FlightGear beziehen

Die neuesten Dateien können von der Seite FlightGear Downloads heruntergeladen werden. Dort wählt man entweder den Quellcode oder die Binärdateien für das entsprechende Betriebssystem. In Abhängigkeit von den technischen Kenntnissen kann man auch die Git-Version wählen, wenn man mit einer Entwicklerversion von FlightGear arbeiten möchte. Die Git-Version hat üblicherweise mehr Eigenschaften und kann von den neuesten in Entwicklung befindlichen Flugzeugen benötigt werden, aber sie kann instabil sein und ist schwieriger herunterzuladen und zu installieren. Im Allgemeinen ist die Entwicklerversion nicht für den Durchschnittsanwender gedacht. FlightGear gibt es auch auf DVDs, die man unter [1] bestellen kann.

Installation

Linux

Am einfachsten ist es, FlightGear über die Paketverwaltung Ihrer Distribution zu installieren. Fast alle gängigen Linux Distributionen führen FlightGear in ihren Paketquellen. Die installierte Version ist zwar häufig nicht die aktuellste, dafür aber der Aufwand der Installation minimal. Falls Sie FlightGear das erste Mal installieren und es nur ausprobieren wollen, ist dies sicher der beste Weg.

Wollen Sie die neueste stabile Version und sie ist nicht in Ihren Paketquellen enthalten, so besteht die Möglichkeit, Fremdpakete zu benutzen. Solche existieren z.B. für Debian/Ubuntu (oder andere Distributionen die das deb-Paketformat verwenden) im PlayDeb Repository, für SuSe (hier) und für andere rpm-basierte Distributionen wie Fedora oder Redhat (hier). Weitere Pakete finden Sie eventuell auf der offiziellen Download Seite oder vereinzelt auch im Forum.

Steht für Ihre Distribution kein Paket zur Verfügung, müssen Sie FlightGear selbst kompilieren. Folgen Sie dazu der Anleitung Building FlightGear - Linux.

Möchten Sie den momentanen Stand der Entwicklung von FlightGear testen, können Sie den Quellcode aus dem offiziellen Git Repository herunterladen und ebenfalls selbst kompilieren. Für Debian/Ubuntu gibt es ein Skript, welches diesen Vorgang automatisiert.

Haben Sie FlightGear erfolgreich installiert, dann fahren Sie mit FlightGear starten fort.


Windows

Die Installation wird durch einen Doppelklick auf das heruntergeladene Paket (zum Zeitpunkt des Schreibens fgsetup-1.9.1b.exe) gestartet und verläuft auch sonst wie von anderen Anwendungen gewohnt. Nach der Installation sollte FlightGear automatisch gestartet werden und es erscheint ein Fenster welches nach verschiedenen Pfaden verlangt, ähnlich diesem.

In der ersten Eingabebox, Executable, wird der Pfad zur Anwendung angegeben. Wenn bei der Installation nichts anderes angegeben wurde ist dies C:\Program Files\FlightGear\bin\win32\fgfs.exe bzw. C:\Programme\FlightGear\bin\win32\fgfs.exe.

Die zweite Zeile weist auf die Daten zu FlightGear, $FG_ROOT, und ist per Default C:\Programme\FlightGear\data.

In der dritten Box, $FG_SCENERY, kann man verschiedene Pfade zu installierten Sceneries (die Landschaft/Erdoberfläche) angeben. Hier sollte automatisch der Inhalt von $FG_ROOT mit einem angehängten /Scenery eingefügt werden. Weitere, später in einem anderen Verzeichnis installierte Sceneries können händisch hinzugefügt werden.

Sind die Pfade richtig eingegeben kann man im rechten unteren Fenstereck auf Weiter/Next klicken und man kommt zur Flugzeugauswahl. Das Fenster mit den den Pfaden erscheint nun beim Starten nicht mehr, man kann es aber jederzeit durch einen Klick auf Zurück/Prev in der Flugzeugauswahl aufrufen.


Mac OS X

FlightGear auf Mac OS X installieren gestaltet sich sehr einfach. Nur den FlightGear Icon in das Verzeichnis /Applications verschieben. Fertig.

Beim ersten Start wird der FlightGear Icon im Dock ein Weilchen hüpfen bis die Flugzeug- und Flughafendaten geladen sind. Dann erscheint der GUI-Launcher und man kann mittels klick auf die Gear-Schaltflächen Startpunkt und Fluggerät auswählen. Start Flight startet dann den Simulator mit den eingegebenen Optionen. Hilfe zu weiteren Optionen findet man im Mac FlightGear Users Guide.

Um FlightGear per Kommandozeile zu starten öffnet man /Applications/Utilities/Terminal.app und gibt folgendes ein:

cd /Applications/FlightGear.app/Contents/Resources
./fgfs --options..... 

Die Umgebungsvariablen $FG_ROOT und $FG_SCENERY sind unter Mac OS X nicht per Default gesetzt. Um dies per Kommandozeile zu erledigen folgenden Codeblock in Terminal.app ausführen. Man kann diese Pfade aber auch als Option (--fg-root=PFAD und --fg-scenery=PFAD1:PFAD2...) an FlightGear übergeben.

FG_ROOT=/Applications/FlightGear.app/Contents/Resources/data
FG_SCENERY=$FG_ROOT/Scenery

Nach dem Starten des GUI-Launchers hat man ein Alias auf $FG_ROOT in $HOME/Documents/Flightgear/<Version>. Das ermöglicht einen einfachen Zugriff auf die Daten mittels des Finders.

OpenGL konfigurieren

FlightGear läuft am besten mit aktuellen OpenGL Grafik-Treibern. Wenn Sie Probleme damit haben, dass Flightgear nicht ordentlich dargestellt wird, schauen Sie unter Graphics drivers configuration zwecks weiterer Informationen nach.


Szenerien herunterladen

1rightarrow.png Siehe hierzu den Hauptartikel Szenerie installieren.

Ein kleiner Teil von Szenerien ist bei der Installation von FlightGear enthalten. Dieser Teil betrifft Gebiete um San Francisco International Airport (KSFO).

In Flightgear sind Szenerien in drei Arten aufgeteilt:

  • Airports beinhaltet Flughafendaten über zu benutzende Start- und Landebahnen und über Parkpositionen.
  • Objects sind Gebäude, Brücken, Funktürme, usw., die dreidimensionale Strukturen darstellen.
  • Terrain repräsentieren Konturen, Erhebungen und Bodenberflächen über die geflogen oder gerollt wird.

Alle Objektdaten werden in einem Objects/ Verzeichnis und alle Terraindaten werden in einem Terrain/ Verzeichnis gespeichert. Der Speicherort für Szenerien und deren Unterverzeichnisse hängt von der jeweiligen speziellen Installation ab.

Um Objekte oder Terrain für Flightgear herunterzuladen, gehen Sie zu the scenery section der Flightgear Webseite. Folgen Sie dem Link, um Szenerien aus einer Landkarte herunterzuladen. Wählen Sie ein Quadrat aus der Karte von dort, wo Sie fliegen wollen. Wenn das Paket heruntergeladen ist, entpacken Sie es in Ihr FlightGear Szenerieverzeichnis.

Die Szeneriepakete, die bei FlightGear verfügbar sind, enthalten alle notwendigen Daten für den gewählten Ort. Sie können zusätzliche und aktuellere Szenerieobjekte erhalten, wenn sie in FlightGear Scenery Database zur Verfügung gestellt werden.

Informationen, die über diesen kurzen Überblick hinausgehen, sind unter Szenerie installieren verfügbar.


FlightGear starten

Grundsätzlich wird der Simulator mit dem Befehl fgfs und angehängten Optionen gestartet. Jetzt gibt es aber mehrere Arten wie man das umsetzen kann. Die meisten Anwender werden wohl ein Zusatzprogramm wie fgrun für Windows/POSIX oder den GUI-Launcher für Mac OS X bevorzugen um die Optionen für den Simulator festzulegen und diesem beim Start zu übergeben.

Benutzer die lieber von der Kommandozeile aus arbeiten (oder fgrun noch nicht kompiliert haben) seien noch ein paar Dinge zum leichteren Einstieg gesagt. Um FlightGear zu starten gibt man ein:

fgfs


Scheitert der Befehl gibt es mehrere Ursachen. Schauen wir dazu die Fehlermeldungen an:

fgfs: command not found

Das Programm befindet sich nicht in einem in $PATH angegebenen Pfad. Zur Lösung entweder den Ort von fgfs in die Variable $PATH mitaufnehmen oder beim Starten den kompletten Pfad mitangeben. (z.B.: /$HOME/FlightGear/bin/fgfs)


Base package check failed ... Found version [none] at: $HOME/FlightGear/share/FlightGear
Please upgrade to version: 1.9.0

fgfs findet das Datenverzeichnis $FG_ROOT nicht. Dazu entweder eine gleichnamige Umgebungsvariable anlegen oder den Pfad zu den Daten per Option übergeben. (z.B: --fg-root=$HOME/FlightGear/data)

Das gleiche gilt für $FG_SCENERY. Wenn diese Fehlt wird zwar kein Fehler angezeigt aber es wird auch keine Scenery geladen und das Flugzeug steht nach dem laden mitten im Wasser. (z.B.: --fg-scenery=$HOME/FlightGear/data/Scenery)

Natürlich sind oben genannte Pfade nur als Beispiel zu sehen und sind dem eigenen System nach anzupassen. Um herauszufinden wo sich fgfs befindet kann man das Dateisystem nach der Datei fgfs bzw. fgfs.exe durchsuchen. Um $FG_SCENERY zu finden kann man nach einem Ordner namens Scenery suchen. $FG_ROOT ist (im Normalfall) dann gleich $FG_SCENERY nur ohne das /Scenery am Ende.

Nach den Pfaden ist wohl die wichtigste Option die für die Flugzeugwahl. (--aircraft=c172p)
Eine Liste der installierten Flugzeuge erhält man mit --show-aircraft.


Wenn man alle Pfade zusammengesucht hat und die Optionen dann zusammenstellt könnte dies folgendermaßen aussehen:

/$HOME/FlightGear/bin/fgfs --fg-root=$HOME/FlightGear/data --fg-scenery=$HOME/FlightGear/data/Scenery --aircraft=c172p

Natürlich ist es sehr umständlich jedes mal beim Starten von FlightGear die ganzen Optionen einzugeben. Deshalb unterstützt fgfs natürlich eine Konfigurationsdatei in welcher man die ganzen Optionen auflisten kann. Dies ist eine simple Textdatei (ASCII) namens .fgfsrc welche von fgfs in $HOME erwartet wird und pro Zeile eine Option enthalten sollte. Nachdem diese Angelegt ist können wir munter fortfahren weitere Optionen zu sammeln.

Eine Übersicht über die Optionen gibt's im Wiki unter Command Line Parameters und, wer hätt's gedacht, mit der Option --help bzw. --help --verbose.


Im Cockpit - was nun?

Bevor wir uns ins Flugabenteuer stürzen noch ein paar Sachen zum Verständnis. FlightGear ist sehr flexibel in der Konfiguration, in jeder Hinsicht. Für uns als Benutzer bedeutet das, dass jedes Flugzeug eine eigene Tastenbelgung haben kann und wir bei jedem neuen Fugzeug erst mal in das Hilfe Menu Help schauen sollten um mehr über die Bedienung desselben zu erfahren.

Die grundlegenden Tasten zur Steuerung sind aber bei den meisten Flugzeugen gleich und viele der für die im folgenden Beispiel verwendeten c172p gelten deshalb generell. Die Cessna c172p verwenden wir, weil sie das Default-Flugzeug bei FlightGear und relativ leicht zu steuern ist.


Tastatur

Die wichtigsten Tasten im Überblick, mehr 'Insim' im Menu unter Help - Basic Keys, Help - Common Aircraft Keys und, je nach Fluggerät, Help - Aircraft Help:

F10 Menu an/aus
b Radbremsen
Shift-b Feststellbremse an/aus
Bild ab/auf Schub reduzieren/erhöhen
Pfeile auf/ab Höhenruder auf/ab
Pfeile links/rechts Querruder links/rechts
0/Enter Seitenruder und Leitrad links/rechts. Bei einem Problem.
Pos 1/Ende Trimmen auf/ab
5 Höhen-, Quer- und Seitenruder zentrieren
[/] (Lande-)Klappen eine Stufe rein/raus
{/} Magnetos Schalter eine Stufe zurück/vor
s Starter
Strg-c Hotspots an/aus
h HUD an/aus
v/V zw. Ansichten wechseln vorwärts/rückwärts
x/X Zoom näher/ferner
Esc FlightGear beenden


Maus

Die Maus unterstützt in FlightGear drei Modi zwischen welchen mit der rechten Maustaste (RMB) umgeschaltet werden kann:

  • Normal - Bedienung des Menüs und der Hotspots
Achsen Bewegen des Mauszeigers auf dem Bildschirm
Linke Maustaste (LMB) Steuerung der Menüs und Hotspots durch anclicken
Mittlere Maustaste (MMB) In manchen Fluggeräten dazu verwendet auf Hotspots als Gegenstück zum LMB zu wirken. Also Dreh- und Schieberegler in die andere Richtung zu bewegen.
Scroll Wheel (SCW) In manchen Fluggeräten dazu verwendet um Hotspots mit Dreh- und Schiebereglern zu steuern.
  • Simulator Steuerung - Flugsteuerung
Achsen Steuerung des Höhen- und Querruders
LMB + L/R-Achse Steuerung des Seitenruders
MMB + V/Z-Achse Schubkontrolle
SCW Steuerung des Trimmers
  • View Steuerung - Blickrichtung und Zoom
Achsen Blickrichtung ändern
MBB + Achsen Blickpunk verschieben
LMB Blickrichtung zentrieren
SCW Zoom


Joystick etc.

Joysticks und andere Controller werden von FlightGear grundsätzlich unterstützt sofern sie vom Betriebsystem erkannt und als solche gemeldet werden. Die Vielfalt ist enorm, weshalb eine detaillierte Beschreibung hier den Rahmen sprengen würde. Die meisten verwenden folgende Funktionen: die beiden Hauptachsen für Quer- und Höhenruder, den Schubregler für den Schub und die Twistachse für das Seitenruder. Das Coolie Hat zur Blickrichtungssteuerung, oft in Verbindung mit einer Taste zum Zentrieren der Richtung. Der Feuerknopf dient zum Bremsen. Je nachdem wie viele Knöpfe und Achsen das Gerät hat, gibt es dann noch welche für die (Lande-)Klappen, Mixture, Ansichten, Fahrwerk und und und.
Diese Controller sind in FlightGear sehr flexibel konfigurierbar. Wie und Hilfe bei Problemen, z.B. wenn man ein Vista/7 User ist und der Stick nicht erkannt wird, kann man im Joysticks Artikel nachlesen.

Der erste Flug

An dieser Stelle soll nochmal betont werden, daß FlightGear kein Spiel ist. Es gibt keine Missionen, Ränge oder Schalter für den Schwierigkeitsgrad. FlightGear ist ein reiner Simulator der versucht so realitätsnah wie möglich das Verhalten von Fluggeräten nachzubilden und viele Einstellmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

So manche Simulatoreinsteiger aber auch Umsteiger von anderen Sims haben in der Vergangenheit von 'Bugs' geredet obwohl sie eigentlich von der erhöhten Realität, also 'Features', in FlightGear sprachen. Ein paar Beispiele dazu, um einen Eindruck zu vermitteln was auf einen zukommt:

  • "Left Turning Syndrome" wird in der Community die von Neulingen oft gestellte Frage nach dem warum sich das Flugzeug beim Beschleunigen auf der Startbahn nach links wendet genannt. Leute die sich nicht auf diese Weise als Flugnoob outen wollen sei der Artikel Understanding Propeller Torque and P-Factor ans Herz gelegt.
  • Der Kompass dreht nicht richtig: ein Kompass welcher den Kräften während manchen Flugmanövern ausgesetzt ist, neigt dazu, sich kurzzeitig in die entgegengesetzte Richtung als erwartet zu drehen. Das gehört so.
  • Die Steig-/Sinkrate wird falsch oder verzögert angezeigt. Jupp, genau wie im richtigen leben.
  • Die Richtungsanzeige des HSI wird von einem Gyroscop angesteuert welches dem Gesetz der Drift unterliegt und muß deshalb ca. alle 15 Minuten nachjustiert werden. Ansonsten wird die Richtung falsch angezeigt und der Pilot verirrt sich.

Auch bei den anderen Instrumenten wird so gut es geht das reale Verhalten, mit allen Nachteilen, nachgebildet. Das Selbe gilt für Kräfte wie sie während des Fluges auf das Flugzeug einwirken. FlightGear Piloten sollten lernen damit umzugehen, damit sie in der Lage sind richtig zu handeln und den Flug erfolreich beenden können. Die Instrumente der default HUDs sind davon nicht betroffen, sie zeigen die Werte genau und in Echtzeit an und können deshalb als Referenz verwendet werden.


Abheben

Wenn FlightGear ohne spezielle Optionen gestartet wird, dann steht man mit der c172p bei angenehmen Wetterbedingungen in KSFO auf der Startbahn 28R. Sollte es Nacht sein im Menu unter Environment -> Time Settings auf Noon clicken.
Lassen wir, trotz des ganzen Realismus in FlightGear, das ganze Preflightgedöhns beiseite und bringen die Cessna in die Luft:

  • Motor starten: Magnetos anschalten mittels }-}-} (dreimal nacheinander die geschwungene Klammer zu).
    Ein wenig Schub geben, daß der Motor nicht gleich wegen Treibstoffmangels wieder ausgeht.
    Mit s zwei bis drei Sekunden den Starter betätigen bis der Motor läuft.
  • Vollen Schub geben und Feststellbremse lösen, falls angezogen.
  • Während der Beschleunigungsphase die Seitenbewegungen mit dem Seitenruder ausgleichen und die Maschine in der Spur halten.
  • Am Höhenruder nur sehr leicht ziehen und einfach warten bis die Maschine von selbst rotiert. Das ist, wenn das Bugrad den Boden verlässt. Dieser Moment ist etwas kritisch und der Pilot muß evt. auftretende Seitenbewegungen mit dem Seitenruder abfangen.
  • Kurz darauf, wenn noch etwas mehr Geschwindigkeit aufgenommen wurde, hebt auch das Hauptfahrwerk vom Boden ab. Wenn nicht besondere Windverhältnisse herrschen rollt die Maschine jetzt nach links, was mit dem Querruder korrigiert werden muß.
  • Direkt danach drücken wir das Höhenruder leicht, um den Steigflug nahe Null zu bringen. Das Flugzeug über der Startbahn halten und weiter Geschwindigkeit aufnehmen. In dieser Phase hat man Zeit das evtl. eingschlagene Seitenruder wieder zu zentrieren und die Steuerung auf die Querruder zu übertragen.
  • Wenn so 120 kts angezeigt werden steht einem sportlichen Steigflug nichts mehr im Wege.

Nach all den Strapazen der Installation etc. haben wir uns einen Rundflug über die San Francisco Bay redlich verdient. Ein paar Meilen nördlich des Flughafens befindet sich die Golden Gate Bridge, nicht weit davon, etwas östlich, die Gefängnisinsel Alcatraz. Um das südliche Ende der Bay reihen sich etliche Flughäfen, ein ideales Gebiet um Lande- und Touch-and-Go-Übungen zu machen. Als kleine Hilfestellung zum finden und anfliegen eines Flughafens kann man im Menu Help -> Toggle Glide Slope Tunnel selben für die nächstgelegene Landebahn entsprechend der Windrichtung aktivieren.

Tutorials

Natürlich war dies nur ein Crashkurs für die Ungeduldigen, etwas mehr der Realität entsprechend kann man die Prozeduren mit den der c172p beiliegenden Tutorials üben. Diese leiten einen Schritt für Schritt durch die verschiedenen Phasen eines Fluges, inklusive der Vorbereitungen am Boden.

Das Fenster zum Starten der Tutorials findet man im Menü unter Help --> Start Tutorial. Die Spalte auf der rechten Seite listet die vorhandenen auf. Klickt man auf eines wird im großen Bereich eine Beschreibung eingebelendet. Zum Anfangen empfiehlt sich natürlich das oberste Tut Start Up, über das Starten des Motors. Return oder ein klick auf Start Tutorial startet es. Nach einer kurzen Ladezeit befinden wir uns mit unserer Cessna auf einer Parkposition des Livermore Airports.
Die Erklärungen werden in weißer Schrift am oberen Bildschirmrand angezeigt. Anweisungen welche eine Aktion des angehenden Piloten erwarten werden wieder und wieder eingeblendet bis diese durchgeführet/erreicht ist. Sollte man eine der anderen Aussagen nicht verstehen kann man das Tut jederzeit abbrechen (im Menü, Help --> End Tutorial) und, wie oben beschrieben, neu starten, bis man alle Nachrichten intus hat. Als Hilfestellung wird das zu bedienende Element mit einem dicken lila Kreis umgeben, kann man nicht übersehen.
Das Tutorial endet mit der Nachricht, daß man nun bereit zum Rollen (taxiing) zur Startbahn ist. Ein geeigneter Moment um das nächste Tut zu starten, Taxiing.


Navigation

Um nicht wie im Abschnitt Abheben planlos in der Luft herumzuirren lohnt es sich mit Navigation zu beschäftigen. Auch hier versucht FlightGear so realistisch wie möglich zu sein. Natürlich ist es nahezu unmöglich die Infrastruktur des wirklichen Lebens in einer Datenbank fehlerfrei und immer auf dem aktuellen Stand zu halten, und das auch noch weltweit. Aber sie ist vorhanden.

Für die nahe Zukunft sind auch Tutorials zur Navigation mit der c172p geplant.


Flugplätze

gibt es sehr viele in FlightGear und, wenn man die richtige Scenery installiert hat, ist bestimmt auch ein Lokaler dabei. Den Startflugplatz und Startbahn oder Parkposition selektiert man in fgrun oder per Startoption: fgfs --airport=EDDF [--runway=25L|--parkos=A1] .... Wobei EDDF der vierstellige ICAO Code für den Fughafen Frankfurt/Main ist. Wird weder eine Startbahn noch Parkposition angegeben startet FlightGear auf der Bahn welche am besten im Wind liegt.

Navigationshilfen

Ein Teil der oben erwähnten Infrastruktur besteht aus Komponenten für Funknavigation wie NDBs, DMEs, VORs und ILS'. Damit man die 'richtigen' Daten für diese verwendet empfiehlt es sich auf FlightGear-eigenes (Karten-)Material zurückzugreifen.
Die meisten Benutzer werden wohl die mpmap bevorzugen. Sie bietet unter dem Reiter nav Funktionen um Flughäfen und Naviagationshilfen anzeigen zu lassen.
Eine weitere Möglichkeit ist Atlas, auch dies bietet alles was gebraucht wird um die Daten der Datenbank grafisch darzustallen. Großer Vorteil, es funktioniert auch offline.
Wer RL-Prozeduren fliegen will kann dazu Charts wie die von VATSim oder IVAO verwenden, sollte aber bei Problemen und vor eines Bugreports die Angaben dieser mit einer der zuvor genannten Karten vergleichen.

Die Instrumente mit Frequenzen füttern funktioniert wie bei den Vorbildern, allerdings gibt es auch ein standardisiertes Eingabefenster im Menü unter Equipment --> Radio Settings oder mit F12 welches bei den meisten Flugzeugtypen (voll) funktioniert.

Wer hier jetzt total verloren dasteht weil er nicht einmal versteht wovon hier geredet wird, dem lege ich ans Herz sich mit dem durchaus interessanten Thema der Flugnavigation zu beschäftigen. x For help with navigation see Understanding Navigation


Autopilot/GPS

Bei diesem Thema bin ich gerade selbst nicht auf dem neuesten Stand. Hier kann gerne jemand einspringen ;-). Auf diesem Gebiet hat sich in letzter Zeit einiges getan und bevor ich hier was veraltetes schreibe, dann besser keine Aussagen machen. Ansonsten werde ich mich damit befassen sobald das neue Release steht und dann hier updaten.


zgrep -i frankfurt $FG_ROOT/Airports/apt.dat.gz

Zusätzliche Otionen

Scenery

Die Flughäfen der (richtig!) installierten Scenery-Teile werden von fgrun angezeigt nachdem die Refresh Schaltfläche angeklickt wurde und die Datenbank neu aufgebaut wurde. Das kann, je nach Menge der Scenery und Leistung der CPU, mehrere Sekunden bis 1 Minute und sogar länger dauern.

Benutzer welche ohne fgrun arbeiten können die installierten Flugplätze in der/den Scenery-Ordner(n) Aufspüren. Die, zum Beispiel, im Scenery-Verzeichnis des base packages $FG_ROOT/Scenery/Airports/ enthaltenen Unterverzeichnisse sind die jeweils ersten Zeichen des vierstelligen ICAO-Codes. Wie die weiteren drei Stellen ermittelt werden braucht wohl keine große Erklärung.

Wegen der großen Menge an Daten wird FlightGear nur mit einem 1°x1° Planquadrat von Scenery ausgeliefert - dem Gebiet um KSFO (Flughafen von San Francisco).

In FlightGear unterteilt sich die Scenery in zwei Sorten von Daten: Objekte und Terrain. Zu Objekten zählen Gebäude, Brücken, Funktürme, etc., also alles was dreidimensionale Strukturen darstellt. Terrain repräsentiert die Konturen (also z.B. Küstenlinien), Höhe und die Beschaffenheit der Landschaft die man überfliegt.

Alle Objektdaten befinden sich im "Objects" Ordner, sowie die Terraindaten im "Terrain" Ordner, beide innerhalb des "Scenery" Ordners, dessen Ort während der Installation festgelegt wurde.

Um weitere Scenery herunterzuladen, besuchen Sie die FlightGear Webseite und navigieren zum Downloadbereich. Dort folgen Sie dem Link der Sie Scenery von einer Karte herunterladen lässt. Klicken Sie die Rechtecke der Karte an, in welchen Sie vorhaben zu fliegen. Haben Sie das Paket erfolgreich heruntergeladen, entpacken Sie es in Ihren Scenery Ordner. Fertig!

Die von der FlightGear Webseite besorgten Scenery Pakete enthalten sowohl Objekt- als auch Terraindaten für das jeweilige Gebiet.

Zusätzliche aktuellere Scenery erhalten Sie möglicherweise von der FlightGear Scenery Database.

Über diesen kurzen Einblick hinausgehende Informationen finden Sie in Installing Scenery und Downloading New Flightgear Scenery for Windows XP

Flugzeuge

Falls Ihnen die Flugzeuge im Standardumfang nicht ausreichen, gibt es auf der Download Seite noch viele weitere zum Download (eine nach Typ sortierte Liste finden Sie auf de:Flugzeuge).

Entpacken Sie das erhaltene Archiv in den "Aircraft"-Ordner in Ihrem Flightgear-Verzeichnis. Beim nächsten Start von Flightgear sollte Ihnen das Flugzeug zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie in Installing Aircraft.


Online Multiplayer Flying

1rightarrow.png See Howto: Multiplayer for the main article about this subject.


Hilfe erhalten

Startet Flightgear nicht richtig, oder gibt Fehlermeldungen aus? Werfen Sie einen Blick in Howto:Understand console output, nicht alle Ausgaben bedeuten einen Fehler, sondern dienen nur der Information. Sehen sie sich vielleicht auch die FAQ (häufig gestellte Fragen) an.

Außerdem stehen Ihnen folgende Hilfequellen zur Verfügung:

Forum

Am einfachsten erhalten Sie Hilfe im offiziellen Flightgear Forum. Legen Sie sich einfach einen Account an und stellen Sie Ihre Frage in der entsprechenden Kategorie.

Chat

Die schnellste Hilfe erhalten Sie normalerweise auf dem FlightGear IRC channel.

Flightgear Manual

Neben diesem Wiki existiert noch das Flightgear Manual, welches aber (vor allem in der Übersetzung) nicht immer auf dem aktuellen Stand ist.


Wie geht es weiter?

Sie sollten jetzt in der Lage sein, FlightGear zu starten und Ihr Flugzeug einige Zeit in der Luft zu halten. Wollen Sie realistische Flüge durchführen kann ich Ihnen wieder das Flightgear Manual ab Kapitel 2 empfehlen. Dort finden Sie Übungen zur Kontrolle des Flugzeugs, sowie auch zu kompletten Sicht- und Instrumentenflügen.


Wie kann ich helfen?

1rightarrow.png See Volunteer for the main article about this subject.

Support

  • Hilf neuen Benutzern bei der Installation und der Benutzung von FlightGear! (z.B. über das Forum oder über IRC)
  • Helfen Sie das Wiki zu Übersetzen und auszubauen! (auch der Autor dieses Artikels war ein Freiwilliger...)
  • Haben Sie Ideen oder Vorschläge zur Weiterentwicklung? Bitte hier weiterlesen: Feature Requests / Proposals / Ideas

Testen

  • Kompilieren oder downloaden Sie den neuesten Quellcode von Git
  • Erstellen Sie Bug Reports

Entwicklung

  • Dokumentation schreiben! Wir freuen uns über jeden, der zum Flightgear Manual beiträgt. Kontaktieren Sie dafür die Autoren. Etwas Wissen über LaTeX erleichtert Ihnen den Einstieg. Alles von kleinen Verbesserungen bis hin zu ganzen Kapiteln ist erwünscht! Sie können dafür auch dieses Wiki zu Rate ziehen.
  • Flugzeuge entwickeln (3D Modellierung, Texturen, FDMs, Scripting)
  • Szenerie verbessern
  • C/C++ Programmierung:
    • räume den Quellcode auf (i.e. help in the process of migrating over to a primarily smart pointer-based memory management approach using SGSharedPtr)
    • fixe Bugs
    • erstelle neue Features
    • unterstützen Sie Nebenprojekte (wie z.B. FGCom, fgms, FGRun, ...)
  • Lassen Sie FlightGear in "valgrind" laufen um "memory leaks" aufzuspüren