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FlightGear Flight Simulator
FlightGear Flight Simulator logo
Das Cockpit der Boeing 777-200ER
Das Cockpit der Boeing 777-200ER
Developed by FlightGear Entwickler & Mitwirkende
Initial release 17. Juli, 1997
Latest release 2017.2.1 (22 Mai 2017)
Written in C++
OS 32-bit Windows, Linux, Mac OS X, FreeBSD, Solaris oder IRIX
Platform Plattformübergreifend
Development status Aktiv (1996-)
Type Flugsimulator
License GNU General Public License
Website
NASA OV-10 in FlightGear 1.0

Der FlightGear Flight Simulator (oft mit FlightGear oder FGFS abgekürzt) ist ein ausgereifter, anspruchsvoller, quelloffener Flugsimulator und ist ausschliesslich von Freiwilligen erschaffen. FlightGear wird unter den Bestimmungen der GNU General Public License veröffentlicht. Er ist hauptsächlich in der Programmiersprache C++ geschrieben.

Seit dem Projektstart im Jahre 1996 werden jedes Jahr noch detailliertere und realistischere Versionen veröffentlicht.

Die neueste Veröffentlichung kann kostenlos unter http://www.flightgear.org/download/ heruntergeladen werden, dazu gehören vorgefertigte Versionen für eine Reihe von Betriebssystemen, darunter Microsoft Windows (Win 32), Mac OS X, Linux, IRIX und Solaris.

Geschichte

Siehe auch: Hauptartikel Geschichte von FlightGear (engl.)

1rightarrow.png Unter FlightGear History gibt es zu diesem Thema einen Hauptartikel.

Die Entwicklung von FlightGear begann im Jahre 1996 mit einem Vorhaben, einen Flugsimulator durch die Mitarbeit einer Internet-Gemeinschaft von Grund auf neu zu erschaffen. Angeführt von Curtis Olsen begann dann 1997 die Ausarbeitung einer OpenGL-basierten Version. Von Anbeginn an steuerten viele Leute dem Projekt bei.

FlightGear schloss andere Open-Source-Ressourcen wie das Flugdynamikmodell LaRCsim der NASA und öffentlich erhältliche Höhendaten mit ein. Die ersten funktionierenden ausführbaren Dateien, die OpenGL als Grafikcode benutzten, kamen 1997 heraus. Durch enthusiastische Arbeit entstanden in den folgenden Jahren stabilere und fortgeschrittene Versionen. Seit 2001 veröffentlichte das Team regelmässig neue Betaversionen, seit 2005 sorgt die Reife des Programms für ein immer grösseres und breiteres Publikum. 2007 fand mit der Version 1.0.0 der formale Austritt aus dem Betastadium statt, zehn Jahre nach der ersten Veröffentlichung von FlightGear.

3D-Cockpit einer A-10, Version 1.0.0, 2008

Version 1.9.0, herausgekommen im Jahr 2008, beinhaltete eine grosse Veränderung: Duch den Wechsel von PLIB zu OSG gingen zeitweilig einige Features wie 3D-Wolken und Schatten verloren, während andere, z.B. Partikel, die Simulation noch realistischer machten.

Software

Die Simulationsengine von FlightGear, also die Funktionseinheit, die die komplexen Berechnungen der Simulation durchführt, heisst SimGear. Sie wird sowohl als Endbenutzerapplikation als auch im akademischen Umfeld und zur Forschung verwendet, um Ideen im Bereich Flugsimulation realisieren zu können. An der grossen Breite unterschiedlichster Fluggeräte, die von Segelfliegern über Helikopter bis hin zu Verkehrflugzeugen und Kampfjets reicht, lässt sich die Anpassungsfähigkeit von FlightGear ermessen. Diese Modelle wurden und werden von vielen unterschiedlichen Freiwilligen beigesteuert.

Die Fluggeräte benutzen eine der drei primären Datenmodelle: JSBSim, YASim oder, ab Version 0.9.10, UIUC. Als Geländeengine wird zur Zeit TerraGear verwendet. Zu den Wettereffekten gehören 3D-Wolken, Beleuchtungseffekte und Tageszeit.

Flugdynamikmodell

Das Flugdynamikmodell (FDM) bestimmt, wie die Flugeigenschaften eines Flugzeuges vom Programm simuliert werden. FlightGear benutzt eine Vielfalt von internen und importierten Flugmodellprojekten. Jedwedes Fluggerät muss für eines dieser Modelle programmiert werden. Zur Zeit ist FlightGear der einzige grafische Flugsimulator, der alle FDMs benutzt, wobei UIUC und YASim speziell für FlightGear entwickelt wurden.

Frühere Versionen benutzten ein FDM, das auf dem NASA-Modell LaRCsim basierte; dieses wurde aber später durch flexiblere ersetzt.

  • JSBSim - Die voreingestellte FDM-Software seit dem Jahr 2000.
  • YASim - ein weiteres FDM, das andere Berechnungsmethoden verwendet. Eingeführt 2002 mit Version 0.7.9.
  • UIUC - entwickelt von der UIUC Applied Aerodynamics Group an der Universität von Illinois in Urbana-Champaign; benutzt auch LaRCsim.
  • FlightGear kann auch so eingestellt werden, dass es den Input externer Datenquellen wie z.B. Matlab verwenden kann.
  • Ebenso wurden FDMs für sehr spezielle Flieger wie etwa Gasballons oder Zeppeline geschrieben.

Abhängigkeiten von FlightGear

Anders als kommerzielle Softwaretitel ist das Hauptergebnis des FGFS-Projektes eine Ansammlung von Softwarecode. Um sie in ein nutzbares Programm zu verwandeln, muss sie für eine bestimmte Plattform kompiliert werden. Dazu werden Softwarebibliotheken, sogenannte Libraries gebraucht. Mit der Zeit hat FlightGear unterschiedliche Libraries verwendet. Die wichtigste hierbei ist SimGear, das die zugrundeliegende Simulationseinheit darstellt. TerraGear gehört nicht zu den Abhängigkeiten, sondern ist einfach der Name des hauptsächlich benutztem Geländedatenprogramms. OpenAL wird als Audio-/Sound-Software verwendet, seit Version 0.9.5 auch mit Unterstützung für SDL. Vorher sorgte PLIB als Audio-/Sound-Software, dient aber nun nur noch als Unterstützung für Hardwareroutinen. OpenGL wird wegen seiner integrierten 3D-Grafikroutinen verwendet; andere Hardwarebeschleunigung (namentlich DirectX) wird nicht unterstützt. OpenSceneGraph ist ebenso in FlightGear integriert. Zuguterletzt wird der sogenannte Simple DirectMedia Layer als Softwarebibliothek beim Kompilieren benutzt. Einige der Abhängigkeiten variieren je nach Plattform, auf der kompiliert wird. Benutzer von FlightGear können den Code entweder selbst kompilieren, oder eines der für viele Plattformen bereits erhältlichen vorkompilierten ausführbaren Programme nutzen.

Hardware

Die Hardware, die für FlightGear benötigt wird, braucht auf jeden Fall Unterstützung für OpenGL und 3D-Hardwarebeschleunigung, wobei sich NVIDIA als bessere Lösung herausgestellt hat. Frühere Versionen unterstützten auch 3dfx-Grafikkarten, mit immer höheren Hardwareanforderungen wurde die Unterstützung allerdings eingestellt.

Erweiterungen und persönliche Anpassung

Es gibt Programme, die entweder IN FlightGear integriert arbeiten (Abhängigkeiten), oder solche, die MIT FlightGear arbeiten. Einige der Programme sind schon in den Veröffentlichungen des Projektes für spezifische Plattformen enthalten, andere werden unabhängig zur Verfügung gestellt, aber vom FGFS-Projekt beherbergt. Zu den bedeutenden Zusatzprogrammen gehören solche, die es dem Benutzer erlauben, FlightGear mit Hilfe einer grafischen Oberfläche (Frontend), und nicht mit Hilfe einer Kommandozeile zu starten. Die FlightGear Launch Control mit der FG launcher-Oberfläche wurde 2003 mit Version 0.9.3 eingeführt. KFreeFlight ist ebensolch ein Frontend für die UNIX-Arbeitsumgebung KDE, FGTools eine Alternative unter Windows und der FGKicker ein auf GTK+ basierendes Startprogramm.

Zu den anderen signifikanten Programmen gehören Editoren und Projekte für Geländedaten. Atlas z.B. ist eine sich bewegende Landkarte, der Kelpie Flight Planner ein Java-basierter Flugroutenplaner für FlightGear. FlightGear Scenery Designer arbeitet mit Geländedaten und kann zum editieren der FlightGear-Szenerie benutzt werden. Das World Custom Scenery Project ist ein Projekt, das die Arbeit an der Verfeinerung der Szenerie koordiniert; Mit TaxiDraw kann man Startbahnen und Rollfelder von Flughäfen bearbeiten.

Flugzeuge etc.

Siehe auch Hauptartikel: Liste der Modelle (engl.)

1rightarrow.png Unter Table of models gibt es zu diesem Thema einen Hauptartikel.


FlightGear begann mit einem Flugzeug namens Navion mit dem NASA-Flugdynamikmodell LaRCSim; Die Navion wurde im Jahr 2000 von der Cessna 172 abgelöst. Die Weiterentwicklung sowohl von UIUC wie auch von JSBSim brachte mehrere Flugzeuge mit sich, genauso wie die Entwicklung von YASim, das mittlerweile das Haupt-FDM von FlightGear darstellt. Von den über 230 Fluggeräten, die für Version 1.9.0 erhältlich sind, ist nur eine Auswahl im Basispaket enthalten.

Boeing 733 docked in the EHAM scenery

Szenerie

Siehe auch Hauptartikel: Szenerie (engl.)

1rightarrow.png Unter Scenery gibt es zu diesem Thema einen Hauptartikel.

Das FlightGear World Scenery Project beinhaltet Höhen- und Landschaftsdaten der gesamten Erde. Objekte wie Flughafenterminals, Windmühlen oder Brücken sind in der Scenerie-Datenbank zusammengefasst.

Netzwerk und Multidisplay

Etliche Netzwerkoptionen erlauben es den verschiedenen Instanzen von FlightGear untereinander zu kommunizieren. Ein Mehrspieler-Protokoll steht zur Verfügung, um FlightGear in einem lokalen Netzwerk mit mehrern Flugzeugen zu betreiben, was man zum Formationsflug oder zur Simulation eines Kontrollturmss nutzen kann. Schnell entwickelte sich die Mehrspieler-Option dazu, FlightGear auch über das Internet spielen zu können. Ein weiteres Feature ist die Möglichkeit, auf einer Google-Maps basierten Karte zu beobachten, wo sich die anderen FG-Flieger gerade befinden. Mehrere Instanzen von FlightGear können so synchronisiert werden, dass mehrere Bildschirme gleichzeitig benutz werden können. Laufen alle Instanzen beständig mit der gleichen Frequenz, ist eine gute und akkurate Synchronization der Bildschirme möglich.

FlightGear-Code oder Binärdatei?

Der Grossteil kommerzieller Software ist als ausführbare Dateien, also als sogenannte Binaries oder Executables, erhältlich. Das FlightGear-Projekt veröffentlicht im Gegensatz dazu an den jeweiligen Erscheinungsdaten nur den zugrundeliegenden Code. Um ein lauffähiges Programm daraus zu schaffen, muss dieser Code kompiliert werden; Dazu werden mehrere spezielle Softwarebibliotheken benötigt, davon sind einige generell, andere spezifisch nötig, je nach Plattform und Betriebssystem. Da für die breite Masse diese Prozedur zu schwierig ist, werden von den FGFS-Mitwirkenden verschiedene plattform- und betriebssystem-spezifisch vorkompilierte Binaries zur Verfügnug gestellt. Diese können sich hinsichtlich ihrer Stabilität, Leistung, Abhängigkeiten und Aktualität unterscheiden. Zum Beispiel laufen einige ältere Binaries auf Mac OS 9, für Mac OS X werden allerdings neuere Versionen benötigt.

Als Ende 2007 der zu der Zeit neueste Code unter der Bezeichnung 0.9.11-pre1 (Vorveröffentlichung) und 0.9.10 (endgültige Veröffentlichung) herauskam, variierten die dazugehörigen Binaries stark untereinander. Hier einige Beispiele:

  • Win-32 - als Paket mit 138 Mb (v0.9.10) (für Windows 98, 2000, ME, 32-bit XP)
  • Linux- pre-built-Paket für spezifische Linux-Distributionen
    • Slackware-Paket (v0.9.10), Fedora Core 2,3,4 Pakete (v0.9.10), Pardus (v0.9.10), Debian (v0.9.9)
  • Solaris-Pakete entweder für SPARC- oder x86-Prozessoren.
    • SPARC (v0.9.8), x86 (v0.9.9)
  • Silicon Graphics IRIX
    • SGI Binaries für (v0.9.9)
  • Mac OS X
    • Mac OS 10.4 (v0.9.10)
    • Mac OS 10.3 (v0.9.9)
  • FreeBSD-Paket für (v0.9.10)

FlightGear-Rezensionen

Siehe auch Hauptartikel FlightGear-Rezensionen (engl.)

1rightarrow.png Unter FlightGear Reviews gibt es zu diesem Thema einen Hauptartikel.

Externe Links

1rightarrow.png Unter Links gibt es zu diesem Thema einen Hauptartikel.

Quellen